Berlin - Die Anzeige mit der Überschrift "Weil Kultur nicht nur aus Festspielen besteht" war am Dienstag in der Tageszeitung "Die Welt" erschienen. "Ich fühle mich missbraucht, es ist leichtfertig und ziemlich unverschämt, wie hier mit mir umgegangen wird", sagte Senta Berger dazu am Dienstag.
Nachdem sie den ihr vorgelegten Anzeigentext in der Nacht nach einer Filmpremiere gelesen habe, habe sie sofort die SPD-Parteizentrale angerufen und diese darüber informiert, dass sie mit Text und Inhalt dieser Anzeige nicht einverstanden sei. Dennoch sei die Anzeige kurzfristig mit ihrem Namen erschienen.
"Ich distanziere mich nicht von der gegenwärtigen Kulturpolitik der CDU, wir haben in den letzten Jahren mit Staatsminister Bernd Neumann sehr gut zusammengearbeitet", ergänzte die Präsidentin der Deutschen Filmakademie. "Es hat noch nie jemand in seinem Amt gegeben mit so viel Rückhalt in der Politik, der für uns Filmschaffende so vieles durchgesetzt und damit bewirkt hat."
Das ändere nichts an ihrer generellen Unterstützung für die SPD, für die sie sich stets kritisch engagiert habe, wie es auch in der jüngsten Unterstützung einer Wahlanzeige der von Klaus Staeck mitinitiierten "Aktion für mehr Demokratie" für "eine starke SPD" zum Ausdruck komme.
Die Initiatoren der von Berger kritisierten Anzeige (ein Verein "Steinmeier wird Kanzler") haben sich inzwischen in aller Form für den Fehler entschuldigt und von einer Panne gesprochen. "Es tut uns unendlich leid, das hätte nicht passieren dürfen, da wir alle Namen sonst dreifach überprüft haben", sagte eine Sprecherin.
jdl/dpa
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