Los Angeles - Man kann sich die Situation bestens vorstellen, ohne dabei gewesen zu sein: Mickey Rourke bepöbelt in betrunkenem Zustand einen Journalisten als "Faggot" (Schwuchtel) und zieht von dannen. Es hagelt Kritik - doch der 57-Jährige zeigt sich uneinsichtig und störrisch und will sich für diese schwulenfeindlichen Äußerungen nicht entschuldigen. Dies berichtet die britische Tageszeitung "The Sun".
Die Organisation "Gay and Lesbian Alliance against Defamation" habe den Schauspieler daraufhin aufgefordert, sich für die Wortwahl zu entschuldigen. Faggot sei oft das letzte Wort, das Schwule und insbesondere schwule Jugendliche zu hören bekämen, bevor sie verfolgt, geschlagen oder ermordet würden, so ein Sprecher der Organisation. Rourke zeige sich durch seine Weigerung leider als schmerzlich ignorant und schüre durch seine vulgäre Beleidigung ein Klima antischwuler Gewalt und Intoleranz.
Der Vorfall ereignete sich im vergangenen November in New York, als Rourke gemeinsam mit seiner Schauspielkollegin Evan Rachel Wood zu einer Veranstaltung erschienen war. Der Reporter soll ihn gefragt haben, ob die beiden ein Paar seien. Daraufhin Rourke wenig charmant: "She's a good friend, that's it. And tell that faggot who wrote all that shit in the paper I'd like to break his fucking legs."
Eine Entschuldigung kommt für den aufbrausenden Star nicht in Frage. Er habe das, was er gesagt habe, so gemeint, zitiert ihn am Montag "The Sun".
"Der Wrestler" hatte erst kürzlich in einem Interview erzählt, dass er - damals schwer alkohol- und drogensüchtig - einem Priester sein Leben zu verdanken habe. Vielleicht könnte Rourke auch jetzt geistlichen Beistand gebrauchen.
jjc/ddp
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