Perth - Sie kann nicht sagen, dass sie nicht gewarnt worden sei. Sogar von allerhöchster Stelle hatte es eine Mahnung gegeben. Das australische Verbraucherschutzministerium hatte US-Sängerin Britney Spears dringend davor gewarnt, das Gehör ihrer Fans mit "Mickey-Mouse-Auftritten" zu beleidigen. Doch die Sängerin wollte nicht hören - und nicht live singen.
Am Freitagabend hat Spears im westaustralischen Perth das Auftaktkonzert ihrer "Circus"-Tour, ihrer ersten Tournee Down Under, gegeben. Es war eine spektakuläre Show, aber die Fans waren doch sehr enttäuscht, dass die 27-Jährige nicht live gesungen hat, wie die australische Internetseite wa.today.com.au am Samstag berichtete.
"Wir sind große Britney-Fans, aber das war Schrott", sagte Josh Blee laut "Australia's News Limited". Er habe gedacht, dass Spears nach der Blamage mit dem asynchronen Playback bei den Music Awards wieder etwas habe gut machen wollen, aber: "Sie hat uns enttäuscht."
"Die Leute haben bezahlt und sind hergekommen, also soll sie auch singen", sagte ein Fan, der das ausverkaufte Konzert verließ, dem Fernsehsender Nine Network. Die Ticketpreise liegen teilweise bei bis zu 1500 australischen Dollar im VIP-Bereich, normale Sitzplätze kosten 200 Dollar.
Ein Sprecher des Veranstalters Burswood Entertainment Complex sagte, es habe keinen Massenauszug der Fans gegeben. "In frühen Meldungen war behauptet worden, Hunderte von Fans hätten das Konzert verlassen, aber solche frühen Meldungen können nicht die ganze Wahrheit sagen. Bei Burswood hat sich jedenfalls niemand über das Konzert beschwert", sagte er.
siu/dpa
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