Los Angeles - Seine Leidenschaft für den Tauchsport erklärte Tiger Woods, 33, einst damit, dass er die Stille unter Wasser so liebe - den Fischen sei es egal, wer er sei, und die fragten auch nicht nach einem Autogramm.
Momentan dürfte sich Woods mehr denn je nach der Ruhe im Riff sehnen.
Zuletzt schossen die Spekulationen über außereheliche Affären des Sportlers so arg ins Kraut, dass sich Woods nun offenbar gezwungen sah, sich zu Wort zu melden - mit einer Entschuldigung.
"Ich habe meine Familie enttäuscht, und ich bedaure mein Fehlverhalten aus tiefstem Herzen", teilte Woods auf seiner Web-Seite mit.
Seit der Star der Golfszene am vergangenen Freitag blutüberströmt auf seinem Grundstück gefunden wurde - seine Ehefrau Elin Nordegren hatte die Heckscheibe seines Autos mit einem Golfschläger zertrümmert - wurde überbordend spekuliert: Woods, der Unbefleckte, der Erhabene - ein Schwerenöter, zu Boden gegangen in einem handfesten Ehekrach?
Die Amerikanerin Rachel Uchitel, der eine Affäre mit Woods unterstellt wurde, dementierte zwar zuletzt heftig, seine Geliebte gewesen zu sein.
Das US-Klatschblatt "Us Weekly" berichtet nun jedoch von einer Cocktailkellnerin namens Jaimee Grubbs, 24, die behauptet, monatelang eine Affäre mit dem Athleten gehabt zu haben. Als Beweis dient der Mitschnitt einer Voicemail, die Woods einen Tag vor dem Golfschläger-Vorfall auf Grubbs' Anrufbeantworter hinterlassen haben soll.
"Hey, Tiger hier. Kannst du mir einen Gefallen tun und deinen Namen aus der Ansage löschen? Meine Frau hat mein Telefon kontrolliert und könnte dich anrufen", heißt es darin.
Woods hatte am Wochenende darum gebeten, seine Privatsphäre und die seiner Familie zu respektieren - ein aussichtsloses Anliegen.
Jetzt wandte er sich mit der Erklärung an die Öffentlichkeit. "Ich habe mich nicht so verhalten, wie es meinen eigenen Werten entspricht und auch nicht so, wie es meine Familie verdient. Ich bin kein fehlerloser Mensch und alles andere als vollkommen. Ich werde mein Verhalten zu verarbeiten versuchen, hinter verschlossenen Türen, gemeinsam mit meiner Familie. Diese Gefühle gehen nur uns etwas an."
Private "Sünden", so Woods weiter, sollten nicht per Presseerklärung abgehandelt werden, und über familiäre Probleme sollte man auch nicht öffentlich Auskunft geben müssen.
pad
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