Redet man über Wham!, diese fast schon vergessene Gruppe aus den frühen achtziger Jahren, dann fällt einem meist nur die eine Hälfte des Duos ein: George Michael. Die Karriere des britischen Sängers, die nun schon fast 30 Jahre andauert, scheint unverwüstlich zu sein - trotz zahlreicher Drogen- und Sexskandale.
Dabei wird Michael zusehends zur tragischen Figur. Der vorläufige Tiefpunkt war 1998 erreicht, als er in Beverly Hills auf einer öffentlichen Toilette festgenommen wurde. Der Grund: "Unzüchtiges Verhalten". Michael wurde daraufhin zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die peinliche Aktion war zugleich das Outing seiner Homosexualität.
Es sollte nicht das letzte Mal bleiben, dass er auf einer öffentlichen Toilette für Schlagzeilen sorgen sollte: Fast zehn Jahre später wurde Michael in einer öffentlichen sanitären Einrichtung in London festgenommen. Diesmal wegen Besitzes der Droge Crack. Ein Jahr zuvor hatte ihn die Polizei schlafend in seinem Auto hinter dem Lenkrad aufgefunden. Er verlor daraufhin seine Fahrerlaubnis.
In einem langen Gespräch mit einem Reporter der britischen Zeitung "The Guardian" sagt George Michael nun, er habe bei dem Vorfall im Jahr 2007 nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gestanden. Einige Schlaftabletten seien der Grund gewesen, warum er im Auto eingeschlafen sei. "Ich bin noch nie angeklagt worden, unter Drogeneinfluss Auto gefahren zu sein", beteuert er .
Nur noch acht Joints pro Tag
Angesprochen auf die Festnahme im Jahr darauf, verneint Michael im Gespräch mit dem Reporter zunächst den Konsum der Droge. Doch auf Nachfrage gibt er zu, zum Zeitpunkt der Festnahme Crack geraucht zu haben. Ob er die Droge immer noch konsumiere, wollte er nicht kommentieren. Aber sein Marihuana-Konsum habe sich verbessert: In seinen schlimmsten Zeiten habe er bis zu 25 Joints pro Tag geraucht. "Heute rauche ich nur noch sieben oder acht Joints pro Tag."
Befragt nach einem typischen Tag in seinem Leben, antwortet Michael so: "Ich stehe normalerweise gegen zehn Uhr auf, meine persönliche Assistentin bringt mir einen Kaffee, ich checke meine E-Mails." Dann fahre er ins Büro, schreibe, arbeite an Songs, fahre wieder nach Hause und verbringe Zeit mit seinem Lebensgefährten Kenny und seinen Hunden.
"Vielleicht esse ich dann etwas zu Hause, hänge herum, gehe aus und habe Sex - oder jemand kommt hierher." Doch dies passiere nicht täglich, nur vielleicht ein paar Mal die Woche, sagt George Michael; er lache dabei und übertreibe, notiert der Reporter. Zu einer Handvoll Gelegenheiten im Jahr, "wenn es warm genug ist", gehe er auch cruisen, suche also an öffentlichen Plätzen nach Liebespartnern. "Es ist ein viel besserer Ort, um schnellen und ehrlichen Sex zu bekommen, als in einer Bar", wo man mit Ecstasy vollgedröhnt jemanden anschreien und hoffen müsse, dass er das gleiche im Bett wolle wie man selbst.
"Bono interessiert sich einen Dreck für mein Leben"
So offen Michael über seinen Drogenkonsum und seine sexuellen Vorlieben spricht, so bedeckt hält er sich hinsichtlich seiner musikalischen Pläne: "Ich habe einiges an großartigem Material, aber ich weiß nicht, ob ich es veröffentlichen soll oder nicht." Konkreter will er aber nicht werden. "Meine absehbare musikalische Zukunft ist ziemlich schizophren."
Angesprochen auf besorgte Äußerungen von Stars wie Elton John oder Bono über seinen Lebenswandel, antwortet Michael: "Bono interessiert sich einen Dreck für mein Leben... Elton sollte seinen Mund halten und sich um sein eigenes Leben kümmern."
George Michael hat genug erlebt, um Bücher damit zu füllen. Für seine Autobiografie zahlte ihm HarperCollins einen dicken Vorschuss. Als Michael herausfand, dass der Verlag zum Medien-Imperium von Rupert Murdoch gehört, entschloss er sich, das Geld zurückzuzahlen.
lub
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Den Knaben mochte ich noch nie, seine Musik nur in seltensten Fällen, und er kann meinetwegen tun und lassen, was er will, und wenn er 20 Joints am Tag erträgt, aber DAS hat er gut gemacht: ---Zitat--- George Michael hat [...] mehr...
ich hatte gelegenheit herrn michael mal kurz in st. tropez persönlich kennen zu lernen. ich halte ihn für einen menschlich ausgesprochen sympathischen typ. seine ehrlichkeit und offenheit haben vorbildcharakter. anders als [...] mehr...
Was will SPON uns mitteilen? Was soll eine solche Diskussion bringen? Am Nikolaustag sollen wir uns mit dem Leben von G.M. befassen. Sie haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank! Und trotzdem macht ER alles richtig. Es ist [...] mehr...
Das er den Vorschuß zurückgegeben hat , nachdem er erfuhr das es vom Erzkonservativen Teufel M. war macht Ihn zum Helden. Alle Achtung. mehr...
Seine Songs und seine Stimme sind einfach der Hammer. Hoffentlich nimmt er nicht das tragische Ende vieler Stars. mehr...
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