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28.01.2010
 

Trennung von Skandal-Politiker

"Ich habe es satt"

Elizabeth und John Edwards: Enthüllungen, Beichten, Krankheit und LügenZur Großansicht
AFP

Elizabeth und John Edwards: Enthüllungen, Beichten, Krankheit und Lügen

Schluss mit der Duldsamkeit: Elizabeth Edwards, Ehefrau des US-Spitzenpolitikers John Edwards, hat sich von ihrem Mann getrennt. Der hatte kürzlich nach jahrlangem Leugnen zugegeben, der Vater einer Tochter aus einer außerehelichen Affäre zu sein.

Washington - Über Jahre bot ihre Ehe Stoff für die Klatschspalten, jetzt hat sich Elizabeth Edwards von ihrem Mann John Edwards getrennt. Obwohl die Familie in der Vergangenheit nicht unbedingt durch Diskretion aufgefallen ist, wenn es um ihr Privatleben ging, trug diesmal keiner der Eheleute selbst die Nachrichten an die Öffentlichkeit.

"Sie sagte, 'Ich habe es satt. Ich kann das nicht mehr. Ich will mein Leben zurück haben'", teilte Elizabeth Edwards' Schwester Nancy Anania der Zeitschrift "People" mit.

"Elizabeth will dieses schwierige Kapitel hinter sich lassen", sagte eine Freundin der 60-Jährigen und spielte damit auf die schwierige Vergangenheit der Eheleute an. 2008 hatte der Politiker seiner Frau gebeichtet, eine Affäre mit der Reporterin Rielle Hunter gehabt zu haben. Das Verhältnis beendete praktisch die politische Karriere des 56-Jährigen.

Erst vergangene Woche bekannte sich Edwards nach jahrelangem Leugnen zur Vaterschaft eines Kindes aus seiner außerehelichen Affäre. In einer schriftlichen Erklärung gab der Demokrat zu, während des letzten Präsidentschaftswahlkampfs eine Tochter mit einer Reporterin gezeugt zu haben. "Es war falsch zu leugnen, dass sie meine Tochter ist, und ich hoffe, dass sie mir eines Tages verzeihen wird", schrieb Edwards. "Ich bereue es zutiefst, auch wenn ich weiß, dass diese Worte nicht ausreichend sind für die, die ich enttäuscht und verletzt habe."

Jahrelang hatte sich die an Krebs erkrankte Elizabeth Edwards immer wieder zu ihrem Mann bekannt. Das Paar soll allerdings mittlerweile getrennt voneinander leben.

Im Februar wird Andrew Young, ein langjähriger Mitarbeiter Edwards', ein als Insider-Geschichte angekündigtes Buch veröffentlichen, in dem er den Skandal im Detail nacherzählt. Young hatte ursprünglich behauptet, der Vater von Hunters Kind zu sein. Inzwischen wurde bekannt, dass Edwards ihn nicht nur um diese Täuschung gebeten hatte, sondern auch darum, einen Arzt zu finden, der einen Vaterschaftstest fälschen würde.

Young behauptet weiter, das Ehepaar habe geplant, die Krebsdiagnose der Ehefrau als politisches Ass zu nutzen - eine Anschuldigung nebst anderen, die die Edwards zurückweisen. Sie haben jedoch bereits angekündigt, darüber keinen rechtlichen Streit vom Zaun brechen zu wollen. Elizabeth Edwards hat Krebs im Endstadium - ein Schicksal, das sie bereits in zwei Büchern thematisierte.

can/AP/AFP

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insgesamt 9 Beiträge zum Forum...
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28.01.2010 von mi7ke: Nix Mittelalter

Das hat nichts mit mittelalterlich zu tun. Ein Mensch der inloyal gegenüber seinen Liebsten ist, so einer hat in der Politik nichts verloren. mehr...

28.01.2010 von saul7: +;-)))

Ist das wirklich wahr?? Nach Bill Clinton's Affären haut diese nun wirklich niemanden mehr vom Hocker. mehr...

28.01.2010 von faustjucken_de: Titel verweigert

Was hat denn seine Politik damit zu tun, ob er seine Frau betrügt? Schließlich zwingt doch die Bigotterie in den USA jeden liberal denken Menschen, der sich politisch engagieren dazu, sich bis zur Selbstverleugnung zu verbiegen. [...] mehr...

28.01.2010 von Stefan Albrecht: Das Problem sind die Lügen

Im Fall Edwards kann ich die Amerikaner aber verstehen. Denn das wirkliche Problem ist nicht, dass er ein außereheliches Kind gezeugt hat. Das Problem ist, wie er mit seiner Frau und selbst mit dem Kind umgegangen ist. Und ein [...] mehr...

28.01.2010 von rivi: Doch wohl eher neuzeitliches Denken

Sorry, aber das ist neuzeitliches, protestantisch/reformatorisches Denken. Das Mittelalter hatte die Geliebte mehr oder weniger gut versorgt aus der Schusslinie gebracht (Kloster, Heirat an Klienten) und gut war. Erst in [...] mehr...

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