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08.02.2010
 

Hillary Clinton

Die Brautmutter und der Nahe Osten

Eine Hochzeit ist nicht nur ein emotionaler, sondern auch ein logistischer Kraftakt. So auch im Hause Clinton: Die US-Außenministerin fand nun einen wenig charmanten Vergleich für die Vorbereitungen der Trauung ihrer Tochter.


Hamburg - Als Brautmutter hat man so einiges zu tun: Hochzeitsmagazine wälzen, Hochzeitskleider mit der Tochter bestaunen, Hochzeitstorten bestellen. Wenn sie nicht gerade als Außenministerin der USA um die Welt fliegt, muss sich auch Hillary Clinton derzeit mit solch privaten - und eher banalen - Fragen auseinandersetzen.

Doch hier zeigt sich: Das Politische ist privat - oder das Private politisch, je nachdem, wie man es gewichten will. Auf die Frage, ob es schwieriger sei, über den Frieden im Nahen Osten zu verhandeln oder die Hochzeit ihrer Tochter zu planen, antwortete Clinton in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN: "Ich denke, das ist ein klares Unentschieden."

Chelsea Clinton wird in diesem Sommer ihren Verlobten Marc Mezvinsky heiraten. Der Tag der Trauung ist bislang nicht bekanntgegeben worden.

"Die Rolle der Brautmutter ist für mich ungewohnt. Aber ich genieße diesen Status sehr", so Clinton in dem Interview mit Candy Crowley. "Wenn Sie es niemandem verraten, dann erzähle ich Ihnen, dass wir noch immer nach einem Brautkleid suchen", scherzte die Politikerin.

40 Ziegen und 20 Kühe für die frühere Präsidententochter

Trotz der konkreten Hochzeitspläne buhlt ein liebeskranker Verehrer noch immer um die Gunst der früheren Präsidententochter. Über die US-Botschaft in Nairobi hat der im zentralkenianischen Nakuru lebende Godwin Kipkemboi Chepkurgor einen Liebesbrief an Clinton geschrieben, berichtete die Zeitung "The Standard" am Montag.

In blumigen Worten beteuerte Chepkurgor ewige Liebe: "Wenn sie mich zu sich ließe, würde ich durch einen Fluss voller Krokodile schwimmen, um ihr ihre Rose zu überreichen."

Bereits vor zehn Jahren hatte Chepkurgor sein Herz für Chelsea Clinton entdeckt und Bill Clinton in einem Brief um die Hand seiner Tochter gebeten. Damals bot er als Brautpreis 40 Ziegen und 20 Kühe an - ein durchaus stattliches Angebot. Inzwischen ist der Kenianer zwar mit einer anderen Frau verheiratet, hat die Hoffnung aber nach wie vor nicht aufgegeben. "Ich glaube, wenn sie (Bill und Hillary Clinton) mich treffen würden, würde er sicher sagen, dass ich ein großartiger Mann bin und sie verdiene", erklärte er selbstbewusst.

han/dpa

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