Murray habe Jacksons Tod durch "ungesetzliches" Verhalten verursacht, ohne dass er dabei einen "bösartigen Vorsatz" verfolgt habe, hieß es in einer Erklärung. Darauf stehen nach kalifornischem Recht bis zu vier Jahre Haft. Murray erschien noch am Montag vor Gericht - und plädierte auf "nicht schuldig".
Richter Keith Schwartz setzte die Kaution auf 75.000 Dollar fest. Die Staatsanwaltschaft wollte sogar eine Sicherheit von 300.000 Dollar. Auf Anordnung des Gerichts muss Murray seinen Pass abgeben. Er darf keine Betäubungsmittel mehr besitzen oder verschreiben. "Ich möchte nicht, dass Sie Leute betäuben", sagte Schwartz. Der Kardiologe darf aber weiter Patienten behandeln. Die nächste Anhörung soll am 5. April stattfinden.
Murray hat zugegeben, dem an Schlafstörungen leidenden King of Pop kurz vor dessen Tod das Narkosemittel Propofol und andere Beruhigungsmittel verabreicht zu haben, um ihm zum Einschlafen zu verhelfen. Aber nichts von dem, was er dem Popstar gegeben habe, hätte Jackson töten dürfen, erklärte der Arzt. Die Anklage dagegen wirft ihm vor, "ohne die nötige Vorsicht und Umsicht" vorgegangenen zu sein, als er Jackson Propofol verabreichte.
Der Letzte, der Jackson lebend sah
Der Arzt war nach Jacksons Tod am 25. Juni des vergangenen Jahres schnell in den Mittelpunkt der Ermittlungen geraten. Jackson war an einem Herzstillstand gestorben, der durch das Narkosemittel Propofol verursacht wurde. Murray hatte nach Justizinformationen ausgesagt, dem Sänger das Mittel auf dessen ausdrücklichen Wunsch als Schlafmittel verabreicht zu haben. Der Kardiologe war der Letzte, der Jackson lebend sah.
Jacksons Eltern, Joe und Katherine Jackson, sowie mehrere Geschwister des im Juni gestorbenen Popstars trafen am Montag bei Gericht ein. Sie wollten bei der Erhebung der Anklage dabei sein. Demonstranten schwenkten vor dem Gebäude Spruchbänder mit Parolen wie "Die Welt fordert Gerechtigkeit für Michael!"
Jacksons Familie hatte bereits vor Tagen kritisiert, dass die Klage gegen den Arzt nur auf den relativ schwachen Straftatbestand fahrlässige Tötung lauten solle. Eine Anklage etwa wegen Totschlags würde eine schwerere Strafe nach sich ziehen. Familienanwalt Brian Oxman bezeichnete die Anklage als "Schlag ins Gesicht". Der Arzt hätte dem Star niemals das Narkosemittel geben dürfen, weil "bekannt war, dass Jackson Gefahr lief, durch solche Medikamente zu Tode gebracht zu werden".
In einem Prozess dürften Experten mit Aussagen über den Einsatz von Propofol zu Wort kommen. Unter anderem müsste geklärt werden, ob es sich um grobe Fahrlässigkeit handeln kann, wenn das Mittel in einem Privathaushalt verabreicht wird. Üblicherweise wird es in Krankenhäusern eingesetzt. Der Leiter von Murrays Anwaltsteam, Edward Chernoff, hat erklärt, der Arzt sei für den juristischen Kampf gut gerüstet. "Wir werden eine Kautionszahlung erreichen, wir werden auf nicht schuldig plädieren, und wir werden kämpfen wie verrückt."
wit/AFP/apn/dpa
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Weder noch! Es ist die Überheblichkeit eines Kardiologen, der offenbar nicht begriffen hat, dass es sich bei Propofol um ein Mittel mit einer sehr engen therapeutischen Breite handelt das bei unsachgemäßem Gebrauch zu [...] mehr...
als Anästhesist verwende ich Propofol täglich das ist kein Schlafmittel!! es ist ein kurz wirkendes ( Minuten) Anästhetikum und wird bei Einleitung einer Narkose oder zur Verlängerung einer Narkose verwendet. Ein Kardiologe [...] mehr...
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