New York - "Hefner führt sein gutes Leben weiter und sorgt auch noch dafür, dass es jeder erfährt", zitiert der Internetdienst "TMZ.com" am Dienstag ein Investmentunternehmen, das an dem Verlag beteiligt ist. Während das Unternehmen in der Krise sei, "bleibt er im Rampenlicht und zeigt sich bei Veranstaltungen und in der Playboy-Villa immer mit seinen Mädchen an der Seite". Hefner habe zudem in den vergangenen sechs Monaten zwei Chancen, den Verlag zu einem ordentlichen Preis zu verkaufen, sabotiert.
Der heute 83-jährige Hefner hatte das Männermagazin 1953 gegründet. Was mit einer halbnackten Marilyn Monroe begann, war bald das erfolgreichste "Adult"-Magazin der Welt - und ein kultureller Wegbereiter. Das "Bunny", das Häschen-Logo, avancierte zum Symbol eines aufgeschlossenen Lifestyles, die Partys im Playboy Mansion waren ein Kontrapunkt zur Prüderie Amerikas.
Für den "Playboy", der in fast 40 Ländern erscheint, hatten sich schon Jayne Mansfield, Ursula Andress, Kim Basinger, LaToya Jackson, Katarina Witt und die Schauspielerinnen von "Baywatch" ausgezogen.
Doch dann gab es Sex plötzlich überall, im Fernsehen, im Theater, schließlich im Internet - völlig umsonst. Der "Playboy" verlor seine Einzigartigkeit, sein Gütesiegel des Verruchten, doch zugleich Luxuriösen. Das Häschen wurde alt.
Mit dem Siegeszug des Internets geriet das Heft in die Krise, obwohl jeden Monat allein in den USA noch mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft werden. "Im Jahr 1999 kostete die Aktie noch 36 Dollar", klagen die Aktionäre, "heute sind es noch 3,14 Dollar (rund 2,29 Euro) - ein einzelnes Heft kostet am Kiosk das doppelte."
jjc/dpa
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