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10.02.2010
 

Bollywood-Star

King Khan und die Nacktscanner-Affäre

Wurden am Flughafen Heathrow tatsächlich Nacktscanner-Aufnahmen des Schauspielers Shahrukh Khan ausgedruckt? Der Bollywood-Star jedenfalls behauptet das. Der Airport dementiert - heftig.


Hamburg - Flughäfen scheinen kein gutes Pflaster für Shahrukh Khan zu sein.

In einer britischen Chatshow hatte der Bollywood-Star vergangene Woche behauptet, am Flughafen Heathrow seien Aufnahmen, die der Körper- oder sogenannte Nacktscanner von ihm gemacht habe, von weiblichen Sicherheitskräften ausgedruckt worden. Das berichtet der britische "Telegraph".

Ihm sei vor der Sicherheitsprozedur "bange" gewesen, so Khan, genannt "SRK". "Irgendwas ist passiert, als ich in dem Scanner stand", erzählte der 44-Jährige in der BBC-Show von Moderator Jonathan Ross. "Als ich wieder rauskam, sah ich diese jungen Mädchen - sie hatten Ausdrucke in der Hand. Ich dachte, es handele sich um Formulare, die ich auszufüllen hätte, und sagte: 'Geben Sie mal her.' Auf den Bildern konnte man alles sehen. Ich habe ihnen dann ein Autogramm gegeben."

Der Flughafen Heathrow sah sich laut "Telegraph" nun genötigt, dieser Darstellung zu widersprechen. Die Behauptungen Shahrukh Khans seien "faktisch völlig inkorrekt". Die Geräte könnten gar keine Bilder ausdrucken - und seien zudem erst vier Tage vor der BBC-Show installiert worden, und zwar nur im Abfertigungsbereich für ausreisende Passagiere.

Eine weitere Untersuchung werde es nicht geben, weil die Behauptungen Khans "schlicht nicht wahr sein können".

Der Schauspieler hat sich bislang nicht zu diesem Dementi geäußert, offen ist jedoch, ob seine Bemerkungen nicht ohnehin als Scherz gemeint waren. Khan hatte auch davon gesprochen, dass Nacktscanner-Aufnahmen "peinlich" seien, "wenn man nicht entsprechend ausgestattet" sei.

Der Bollywood-Star, der in mehr als 70 Filmen mitspielte und als einer der größten Kassenmagneten der Branche gilt, wurde im vergangenen August am Flughafen Newark bei New York festgehalten.

Die Beamten hatten ihn nicht erkannt, gemeinsam mit anderen muslimischen Passagieren musste er in einem Wartesaal ausharren, bis die erkennungsdienstlichen Maßnahmen abgeschlossen waren. Er habe sich "gedemütigt" gefühlt, so Khan hinterher - er sprach vielen Muslimen aus der Seele.

Auch in seinem neuen Film "My Name ist Khan" wird das sogenannte Racial Profiling von Muslimen an Flughäfen thematisiert.

Der Film löste in Indien heftige Proteste aus, weil sich der Schauspieler nach Meinung nationalistischer Gruppen zuletzt zu pakistanfreundlich gebärdete. Khan hatte sich vor allem dafür ausgesprochen, pakistanische Cricketspieler zu einem demnächst in Indien stattfindenden Turnier einzuladen. Khans Haus in Mumbai, vor dem Demonstranten Poster des Stars verbrennen, steht unter Polizeischutz.

pad

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