"Geht gar nicht!", erhoben die Sittenwächter ihre Stimme. Deshalb sieht sich die 23-jährige Blondine nun genötigt, gegen Kritik und Doppelmoral aufzubegehren - wie so viele prominente Nackedeis vor ihr.
"Ich wollte das unbedingt machen, denn ich finde, dass sich Frauen wegen ihrer Körper nicht schämen sollten. Das ist einfach so falsch", sagte die Olympiasiegerin in der Halfpipe von Turin. Auslöser für ihren Entschluss, sich vor ihrem Start bei den Winterspielen in Vancouver für die "Swimsuit 2010"-Ausgabe des Magazins auf ablichten zu lassen, war laut Teter ein unerquickliches Erlebnis im Badeurlaub. Sie habe umständlich die Kleider wechseln müssen, nur um nicht zu viel von ihrem Körper preiszugeben. "Ich war so verärgert über das System", wetterte sie. "Männer mit größeren Brüsten als ich konnten da herumlaufen, und alles war in Ordnung. Wenn Frauen das machen, dann können sie ins Gefängnis gehen. Das ist so falsch", sagte die Sportlerin.
Zudem wehrte sie sich gegen Vorwürfe aus ihrer Heimat, die Bühne Olympia für eine sexuelle Kampagne zu benutzen. "Die Bilder sind ein bisschen schlüpfrig, aber absolut nicht sexuell", sagte die Athletin und betonte: "Man sollte daraus kein Drama machen. Die Naturvölker laufen in einigen Ländern ständig nackt herum, und keiner denkt an Sexualität. Die Leute drehen nicht gleich so durch, wie sie es in den USA tun."
Vor einigen Tagen war bereits Teters Landsfrau Lindsey Vonn wegen viel harmloserer Bilder in eine ähnliche Diskussion geraten. Der alpine Skistar hatte auf dem Titelblatt der "Sports Illustrated" in Rennkleidung die typische Abfahrtshaltung nachgestellt. Die amerikanische Soziologin Nicole LaVoi klagte daraufhin die angeblich "sexualisierte Pose" an.
ala/SID
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