Hamburg - Die Oscars sind nicht nur der wohl bedeutendste Filmpreis der Welt - sie sind auch Gradmesser auf dem Trendbarometer. Die Designer nutzen die Gunst der Stunde, um ihre Entwürfe dem Publikum feilzubieten - indem sie die Stars ausstatten. Welche Farben angesagt sind, welche Schnitte man lieber in die hintere Ecke des Kleiderschranks verbannen sollte, über all das gibt der rote Teppich Aufschluss.
Wer genau hinsah bei der Verleihung der Academy Awards, der entdeckte vor allem einen Trend: den sogenannten Nude-Look. Nude, zu deutsch "nackt", meint, dass sich die Kleider entlang der Farbpalette bewegen, die man wenig schmeichelnd mit fleisch- oder hautfarben übersetzen könnte. Das Make-up ist entsprechend dezent.
Die Roben der Damen schimmerten silbergrau bis golden - und nur wenige wagten, aus der Reihe zu tanzen und in die Farbkiste zu greifen. Allein: Das Erkennen eines Trends schützt nicht vor optischen Fehltritten.
Zwar waren die Kleider von Amanda Seyfried und Jennifer Lopez echte Augenweiden - allerdings hatten die Damen nicht nur zum selben Designer gegriffen (Armani Privé), sondern auch ein nahezu identisches Modell ausgewählt. Zwei Frauen im gleichen Kleid? Es rumort in den Blogs rund um den Oscar.
Für virtuelles Getuschel sorgte auch der Auftritt von Mariah Carey: Die Sängerin, die wie so oft in einem sehr figurbetonten, diesmal blauen Kleid erschien, orakelte gegenüber den Journalisten laut "Daily Mail", "etwas Besonderes" werde passieren. Nun gut - das kann vor einer Preisverleihung so ziemlich alles bedeuten. Was die Diva erreichte: Sie nährte gekonnt Gerüchte, ihre Rundungen seien ein Indiz für eine Schwangerschaft.
Für Gesprächsstoff sorgte auch die Behaarung von Antonio Banderas und Mo'Nique. Ersterer erinnerte die Kommentatoren von "TMZ" dank seines Bartwuchses an Saddam Hussein. Letztere hatte vor allem im Vorfeld für Spekulationen gesorgt: Würde sie erneut ihre unrasierten Beine auf dem roten Teppich zur Schau stellen? Fehlanzeige. Die Robe war lang, Mo'Niques Beine blieben ein ungesehenes Mysterium.
| Die Oscar-Gewinner 2010 | |
| Bester Film | "The Hurt Locker" (Produktion Kathryn Bigelow, Mark Boal, Nicolas Chartier, Greg Shapiro) |
| Hauptdarstellerin | Sandra Bullock, "The Blind Side" |
| Hauptdarsteller | Jeff Bridges, "Crazy Heart" |
| Nebendarstellerin | Mo'Nique, "Precious" |
| Nebendarsteller | Christoph Waltz, "Inglourious Basterds" |
| Regie | Kathryn Bigelow, "The Hurt Locker" |
| Nicht-englischsprachiger Film | "El Secreto de Sus Ojos", Argentinien |
| Adaptiertes Drehbuch | Geoffrey Fletcher, "Precious" nach dem Roman "Push" von Sapphire |
| Original-Drehbuch | Mark Boal, "The Hurt Locker" |
| Kamera | Mauro Fiore, "Avatar" |
| Schnitt | Bob Murawski und Chris Innis, "The Hurt Locker" |
| Ausstattung | Rick Carter, Robert Stromberg und Kim Sinclair, "Avatar" |
| Kostümdesign | Sandy Powell, "The Young Victoria" |
| Ton | Paul N.J. Ottosson und Ray Beckett, "The Hurt Locker" |
| Ton-Schnitt | Paul N.J. Ottosson, "The Hurt Locker" |
| Maske | Barney Burman, Mindy Hall und Joel Harlow, "Star Trek" |
| Spezial-Effekte | Joe Letteri, Stephen Rosenbaum und Andrew R. Jones, "Avatar" |
| Original-Filmmusik | Michael Giacchino, "Up" |
| Original-Song | Ryan Bingham und T Bone Burnett, "The Weary Kind" aus "Crazy Heart" |
| Kurzfilm | Joachim Back und Tivi Magnusson, "The New Tenants" |
| Animationsfilm | Pete Docter, "Up" |
| Animations-Kurzfilm | Nicolas Schmerkin, "Logorama" |
| Dokumentarfilm | Louis Psihoyos und Fisher Stevens, "The Cove" |
| Kurz-Dokumentarfilm | Roger Ross Williams und Elinor Burkett, "Music by Prudence" |
han
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Selbsternannt? Toll? Warum? Ist die Sprache derart elegant-intellektuell? Dann wäre dies ein Kompliment! :-) Ich danke Ihnen dafür. mehr...
Er hat einen Oscar erhalten, weil jeder Film, der deutche Schuld beweist, einen Oscar erhält, sofern er einigermassen intellektuell daher kommt. Er will wohl zeigen, welche Art von falscher Erziehung bzw. autoritärer [...] mehr...
Da hier sich ja so viele tolle selbsternannte Filmkenner tummeln, kann mich vielleicht jemand nochmal über "Das weiße Band" aufklären. Irgendwie habe ich jetzt die Sinnhaftigkeit des Films verstanden. Soll man es jetzt [...] mehr...
Für wen ein Film gemacht wurde, ist doch uninteressant bei der Bewertung. Es sei denn, man würde sagen, Avatar ist für die Jugend von 15 bis 22 Jahren geschrieben. Gut, wenn ich die Kinozuschauer mir so ansah, kam das ja auch [...] mehr...
Entscheidend ist auch eher was man daraus macht. Ein Film ist nicht speziell nur für Sie produziert, vergessen Sie das nicht. Vorurteile sind da abzulegen, ich hab sie zwar auch was Filme angeht, aber nur bei Tanz- und [...] mehr...
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