Hamburg - Bei der Oscar-Verleihung an Stars zu erinnern, die im zurückliegenden Jahr starben, ist guter Brauch . Farrah Fawcett wurde diese Ehrung jedoch verweigert - und das war kein Versehen. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, der Ausrichter des Events, habe eine Nennung der Schauspielerin durchaus in Erwägung gezogen, sich aber dagegen entschieden, erklärte der Leiter der Academy, Bruce Davis, am Mittwoch.
Der Grund: Fawcett, die im Juni 2009 im Alter von 62 Jahren an Krebs gestorben ist, sei vor allem für ihre "bemerkenswerte Fernseharbeit" bekannt gewesen. Nach Ansicht der Oscar-Akademie wäre eine Ehrung des Stars aus "Drei Engel für Charlie" im Rahmen der Emmy-Verleihung passender, so Davis weiter.
Er zeigte aber auch Verständnis für die Empörung von Fans, Freunden und Familie. "Sie sind überrascht und verletzt. Das verstehen wir, und das tut uns sehr leid", so Davis. Es gebe nichts Tröstendes, was man den Menschen, vor allem der Familie, ein oder zwei Tage nach der Show sagen könne.
Fawcetts langjähriger Lebensgefährte Ryan O'Neal hatte gleich nach der Oscar-Verleihung in der Nacht zum Montag über einen Sprecher mitteilen lassen, er sei "enttäuscht" darüber, dass die Academy Fawcett nicht in den Reigen aufgenommen hatte. Seine Tochter Tatum O'Neal erklärte am Dienstag in einer Mitteilung, ihre gesamte Familie sei tief betrübt, dass die "wahrhaft schöne und talentierte" Schauspielerin in der Foto- und Videomontage fehlte.
Auch Amerikas bekanntester Filmkritiker Roger Ebert twitterte noch während der Live-Übertragung: "Keine Farrah Fawcett? Totalversagen." Und Jane Fonda verkündete laut "People" über Twitter: "Fawcett hätte dabei sein müssen. Fehler!"
Fawcett war hauptsächlich ein Fernsehstar, spielte aber auch in einem Dutzend Kinofilmen mit, darunter "Auf dem Highway ist die Hölle los" und "Apostel!". Für ihre Rolle in dem Psychothriller "Extremities" (1986) hatte sie eine Golden-Globe-Nominierung als beste Drama-Schauspielerin erhalten.
Nicht nur Fawcett wurde in dem in Memoriam ausgelassen - auch Schauspieler Gene Barry, der in dem Science-Fiction-Klassiker "Krieg der Welten" mitgespielt hatte, war nicht bedacht worden. Andere Filmschaffende, wie Regisseur John Hughes und die Darsteller Natasha Richardson, Brittany Murphy, Patrick Swayze, Jean Simmons und Karl Malden kamen in der Ehrung vor.
Im vergangenen Jahr seien ungewöhnlich viele herausragende Autoren gestorben, derer man habe gedenken wollen - und dafür habe nur sehr wenig Zeit zur Verfügung gestanden, erklärte Akademie-Leiter Davis nun.
Er rechtfertigte auch die Entscheidung der Academy, Michael Jackson zu nennen. Mit "This Is It" sei der Sänger kürzlich in einem populären Film zu sehen gewesen: "Und stellen Sie sich die Reaktionen vor, wenn wir ihn ausgelassen hätten!"
siu/AP
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das hatte ich wirklich sehr aufgeregt... diesmal wurde die ganze "in memorian"-sache viel zu kalt und zügig durchgeführt. farrah hat jetzt aber durch diesen fehler mehr aufmerksamkeit bekommen als die anderen... und das [...] mehr...
@Spiegel: Im Deutschen heißt immer noch Charlies Engel, nicht Charlie*'s* Engel, auch wenn der Genetiv-Apostroph momentan sehr in Mode ist. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Apostrophitis mehr...
Wie "Alle"? Alle die seit der letzten Verleihung verstorben sind? Das wird aber was länger als eine Minute! Man kann nicht alle erwähnen. Hier geht es darum, wo die Grenze gezogen wurde. Und das ist bei [...] mehr...
Fawcett absichtlich auszulassen finde ich skandalös. Jackson aufzunehmen, ebenso. Noch schlimmer fand ich den unwürdigen Umgang mit Laureen Bacall. mehr...
warum kann man nicht alle würdigen? Im Rahmen einer Schweigeminute läuft ein Abspann mit Namen und Bild über die leinwand, Chronologisch nach Sterbedatum. Das war´s und keiner kann sich beschweren. mehr...
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