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16.04.2010
 

DeGeneres' perfekte Ehe

"Lieber dicker als dünner"

Ellen DeGeneres: "Hip, hot, healthy"
Fotos
REUTERS

Gerade wurde TV-Talkerin Ellen DeGeneres zur einflussreichsten Homosexuellen in den USA gewählt - zu Hause allerdings ist die Vielbeschäftigte froh, wenn ihre Gattin Portia de Rossi auf Perfektion verzichtet. Hier gilt: Mehr ist auf jeden Fall besser.

Los Angeles - Dem US-Magazin "Out" zufolge ist sie die absolute Nummer 1: Die Schauspielerin, Comedienne und Moderatorin Ellen de Generes gilt als einflussreichste Persönlichkeit unter den Homosexuellen der Vereinigten Staaten.

Bereits zum zweiten Mal in Folge konnte sie sich damit gegen so illustre Mitbewerber wie CNN-Starreporter Anderson Cooper (Platz 3), Promi-Blogger Perez Hilton (Platz 26) oder die Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin Jodie Foster (Platz 41) durchsetzen.

Den herausragenden Status hat sich DeGeneres hart erarbeitet. Gleich zwölf Mal gewann sie den bedeutendsten US-Fernsehpreis "Emmy", arbeitet derzeit gleichzeitig an ihrer eigenen täglichen Talk- Show und als Jurorin der US-Castingshow American Idol. In der Vergangenheit spielte sie unter anderem in den Komödien "Goodbye Lover" und "Pauly Shore Is Dead" und lieh Zeichentrickfilmfiguren in Filmen wie "Findet Nemo" oder "Dr. Dolittle" ihre Stimme.

"Hip, hot and healthy"

Im Alter von 52 Jahren sei DeGeneres "hip, attraktiv und gesund", "die moderne Version der Frau von nebenan" tönt das Magazin "Shape", das die Allrounderin kurz nach ihrer Wahl interviewte.

Ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zum Erfolg scheint demnach die harmonische Beziehung zu Schauspielerin Portia de Rossi zu sein, die DeGeneres im August 2008 in Beverly Hills heiratete. "Sie liebt mich, egal was passiert", sagte DeGeneres selbstsicher. Wann immer sie sich schlecht oder unsportlich fühle, würde de Rossi ihr versichern, dass sie wunderschön aussehe. "Ich finde, du solltest zehn Pfund zulegen", sage sie in diesen Fällen, weil sie es nicht ausstehen könne, wenn DeGeneres an sich selbst zweifle.

"Sie will mich lieber dicker als dünner", so die Moderatorin, die berufsbedingt mit Hollywood-Klischees vom perfekten Äußeren zu kämpfen hat. Da scheint die entspannte Grundhaltung der Lebenspartnerin Wunder zu wirken: "Sie will einfach, dass ich glücklich bin und nie darüber nachdenke", so DeGeneres.

"Eine beängstigende Sache"

Aber auch ihre Rolle als Stand-Up-Comedian habe den üblichen Druck von ihr genommen: "Ich war einfach nur witzig. Ich musste mich nicht auf eine gewissen Weise kleiden oder eine bestimmt Kleidergröße haben."

Ihr Coming Out im Jahr 1997 sei "eine beängstigende Sache" gewesen, aber sie habe gewusst, dass sie das Richtige tut, sagte DeGeneres dem "Shape"-Magazin. Nur ein Jahr, nachdem sie sich zu ihrer Homosexualität bekannt hatte, wurde ihre damalige ABC-Sitcom "Ellen" eingestellt, weil konservative Christen die Sendung boykottiert hatten und daraufhin wichtige Werbekunden abgesprungen waren. Zwei Jahre später geriet die TV-Frau mit der Trennung von ihrer damaligen Lebensgefährtin, der Schauspielerin Anne Heche, erneut in die Schlagzeilen.

2004 lernte DeGeneres die Schauspielerin Portia de Rossi ("Ally McBeal") kennen. Im Mai 2008 gab sie in ihrer eigenen Talkshow bekannt, de Rossi heiraten zu wollen, was vom Studiopublikum mit Standing Ovations gefeiert wurde.

ala

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