Hamburg - Mo'Nique, Komikerin und Schauspielerin, hat in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass sie als Kind sexuell missbraucht wurde. Im Gegenteil: Im Rahmen der Vorstellung des Filmes "Precious", der die Geschichte eines missbrauchten Mädchens erzählt, berichtete Mo'Nique von ihren eigenen Erfahrungen.
In dem Film spielt die 42-Jährige eine Mutter, die ihre Tochter prügelt, diffamiert und missbraucht. Für ihre Leistung als beste Nebendarstellerin wurde sie mit einem Oscar ausgezeichnet. Die Arbeit an "Precious" sei schwer gewesen, sagte Mo'Nique einst in einer Talkshow. Sie habe ein Monster gespielt, aber dabei etwas Entscheidendes begriffen: "Diese Menschen sind geisteskrank." Und was die Opfer anbetrifft: "Man darf niemanden wegen seines Aussehens oder Verhaltens verurteilen."
In Mo'Niques' Fall war der Täter ihr Bruder. In der Talkshow von Oprah Winfrey gestand Gerald Imes, dass er seine Schwester ab dem Alter von sieben Jahren sexuell missbrauchte. "Es tut mir leid, Mo'Nique. Es tut mir so leid", beteuerte er in der Sendung vom Montagabend. "Ich habe so viele Menschen betrogen. Ich habe Vertrauen missbraucht und das Band zwischen uns zerstört."
Mo'Nique hatte abgelehnt, an dem Interview teilzunehmen und wollte sich auch im Nachhinein nicht zu der Entschuldigung äußern, wie das Magazin "People" berichtet.
Imes sagte in der Sendung, der sexuelle Missbrauch den er selbst erlitten und mit Drogen kompensiert habe, sei der Grund für seine Taten. Er habe seine Schwester über einen Zeitraum von zwei Jahren belästigt. Er sei davon ausgegangen, dass sie während der Zeit geschlafen habe.
"Ich habe Kokain und Heroin genommen und Alkohol getrunken. Und das alles im Alter von 11", sagte er Winfrey. "Ich habe die Drogen genommen um meinen eigenen Schmerz zu übertünchen und meine eigenen Ängste zu verbergen. Die Drogen haben es mir ermöglicht, meine Schwester derartig zu verletzen."
Imes wurde später zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt, weil er auch ein weiteres Mädchen sexuell belästigt hatte.
"Ich kann nur hoffen, dass dadurch, dass ich mich heute zu Wort melde, wir irgendwann wieder als Geschwister zusammenfinden", sagte er laut "People". Und an seine Schwester gerichtet: "Ich verstehe deinen Schmerz. Lass und den Schmerz teilen und gemeinsam einen Weg für die Zukunft suchen."
han
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