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31.05.2010
 

Ein bisschen Schmollen

Ralph Siegel sieht sich als einzigen deutschen Grand-Prix-Gewinner

Sieg in Oslo: Lena und die Neider
Fotos
DDP

Deutschland ist im Song-Contest-Fieber und feiert Lena Meyer-Landrut. Einer aber freut sich sehr verhalten über den Sieg der 19-Jährigen in Oslo: Ralph Siegel. Der Komponist besteht darauf, als einziger Deutscher den Wettbewerb gewonnen zu haben. Das ist mindestens ein bisschen merkwürdig.

Berlin - Es könnte so einfach sein: Eine junge Frau gewinnt nach einer halben Ewigkeit für Deutschland einen Song-Wettbewerb. Das ist nicht staatstragend, aber schön ist es trotzdem. Man könnte sich also zurücklehnen, "Satellite" summen und sich über all die Zwölf-Punkte-Wertungen freuen, die "Lovely Lena" am Samstagabend von den Juroren aus Europa bekam.

Wäre da nicht die Nostalgie. Und die Schwermut angesichts der Leichtigkeit, mit der Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest für sich einnahm. Besonders spürbar scheint dieses Gefühl für Komponist Ralph Siegel zu sein. Der Schlagerkönig schickte seine Künstler und Lieder in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zum Grand Prix und bescherte Deutschland am 24. April 1982 den ersten Sieg im Wettbewerb.

Nun allerdings, 28 Jahre später, erweist er sich als schlechter Verlierer - und als recht kleinkariert. Der Komponist freut sich wenig über die 19-Jährige im kleinen Schwarzen, sondern trauert stattdessen der Frau mit weißem Kragen und mit weißer Gitarre hinterher, die "Ein bisschen Frieden" sang.

Siegel besteht darauf, er sei noch immer der einzige Deutsche, der einen Grand-Prix-Sieg errang. "Es handelt sich schließlich um einen Komponisten- und Texter-Wettbewerb", sagte er der "Berliner Zeitung". Und Lenas "Satellite" sei ein dänisch-amerikanischer Song.

Siegel, der 1982 für Nicole den Song "Ein bisschen Frieden" schrieb, gönne Lena den Titel aber "von ganzem Herzen". In dem Interview nennt er sie "ein herzerfrischendes Wesen mit Charme und Witz", schränkt aber ein: "Man sieht, dass man heute selbst mit einem kleinen markanten, süßen Stimmchen die Welt erobern kann."

Siegel kritisierte den veränderten heutigen Charakter des Eurovison Song Contest (ESC). "Die Sieger werden bereits vor der Veranstaltung im Internet gekürt und somit sind die Auftritte am Abend nicht mehr das Ausschlaggebende. Das ist eine gravierende Verzerrung des ESC."

han/ddp

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insgesamt 2813 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
01.06.2010 von Keine Panik:

Es kommt im Rock&Pop mehr auf den Ausdruck der Stimme an, als auf Schönheit und Gesangstechnik. Die Töne sollte der Sänger natürlich schon treffen. Grönemeyers Stimme passt gut zu seinen Songs und richtig intonieren tut er [...] mehr...

01.06.2010 von m-pesch: ...

Opa kam bei dem Wettkampf den er damals im Auslnd veranstaltet hat aber nicht so gut an wie Lena. mehr...

01.06.2010 von M. Michaelis:

Der damalige Siegertitel war an Dümmlichkeit und Schlichtheit kaum zu überbieten. Dazu jämmerlicher Gesang und simples Gitarrengeschrammel. Man wäre froh gewesen Nicole hätte damals statt deutsch einen unverständlichen [...] mehr...

01.06.2010 von stormking:

Mit "Get a Life" ist ein eigenes Leben gemeint, also nicht einfach irgendjemandes Identität klauen! mehr...

01.06.2010 von Rainer Daeschler:

Allerdings gilt das für alle Teilnehmer, so dass das Gleichgewicht wieder hergestellt ist. mehr...

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Eurovision Song Contest 2010 - Reihenfolge der Songs

1. Aserbaidschan - Safura, "Drip Drop"
2. Spanien - Daniel Diges, "Algo Pequeñito (Something Tiny)"
3. Norwegen - Didrik Solli-Tangen, "My Heart Is Yours"
4. Moldawien - Sunstroke Project & Olia Tira, "Run Away"
5. Zypern - Jon Lilygreen & The Islanders, "Life Looks Better In Spring"
6. Bosnien-Herzegowina - Vukašin Brajić, "Thunder And Lightning"
7. Belgien - Tom Dice, "Me And My Guitar"
8. Serbien - Milan Stanković, "Ovo Je Balkan"
9. Weißrussland - 3+2, "Butterflies"
10. Irland - Niamh Kavanagh, "It's For You"
11. Griechenland - Giorgos Alkaios & Friends , "OPA"
12. UK - Josh, "That Sounds Good To Me"
13. Georgien - Sofia Nizharadze, "Shine"
14.Türkei - maNga, "We Could Be The Same"
15. Albanien - Juliana Pasha, "It's All About You"
16. Island - Hera Björk, "Je Ne Sais Quoi"
17. Ukraine - Alyosha, "Sweet People"
18. Frankreich - Jessy Matador, "Allez Olla Olé"
19. Rumänien - Paula Seling & Ovi, "Playing With Fire"
20. Russland - Peter Nalitch & Friends, "Lost And Forgotten"
21. Armenien - Eva Rivas, "Apricot Stone"
22. Deutschland - Lena, "Satellite"
23. Portugal - Filipa Azevedo, "Há Dias Assim"
24. Israel - Harel Skaat, "Milim"
25. Dänemark - Chanée & N'evergreen, "In A Moment Like This"



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