Washington - Davon träumte Paul McCartney seit langem: Einmal den Beatles-Song "Michelle" im Weißen Haus spielen.
Am Mittwochabend erfüllte sich der Traum auf einem Konzert in Washington, bei dem US-Präsident Barack Obama den 67-Jährigen Briten für sein Lebenswerk als Musiker, Sänger und Komponist auszeichnete.
McCartney spielte ein paar der berühmtesten Beatles-Songs, von denen er die meisten mit John Lennon geschrieben hatte. Er selbst schien die größte Freude am Ständchen für First Lady Michelle Obama zu haben, McCartney interpretierte nämlich auch die Ballade "Michelle". "Das hat mich gejuckt, das mal im Weißen Haus zu spielen", sagte McCartney.
Nachdem er die Liedzeile "I love you, I love you, I love you" geschmettert hatte, merkte McCartney an, er sei unter Umständen "der erste Kerl, dem der Präsident eine runterhaut."
McCartney spielte noch weitere Klassiker wie "Eleanor Rigby", "Let It Be" und "Hey Jude", bevor berühmte Kollegen wie Stevie Wonder, Faith Hill oder die Jonas Brothers ihre Versionen legendärer Beatlesnummern vortrugen. Die Familie Obama wohnte dem Konzert in der ersten Reihe des "East Room" im Weißen Haus bei und lauschte andächtig, bei einigen Songs sang und swingte Michelle Obama mit.
Barack Obama sagte, McCartney habe mit seiner Musik "Milliarden Menschen" erreicht. Es sei kaum vorstellbar, dass fast ein halbes Jahrhundert vergangen sei, seit "vier Jungs aus Liverpool bei uns ankamen und über Nacht alles änderten".
pad/AP
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