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30.08.2010
 

Unschuld Paris Hilton

Mein Koks, dein Koks

Paris Hilton: "Jeder weiß, wie sehr ich gegen Kokain bin"
Fotos
AFP/ Las Vagas Metropolitan Police

Sie ist wieder frei: Wegen Verdachts auf Drogenbesitz war Hotelerbin Paris Hilton vorübergehend festgenommen worden. Jetzt erklärt sie, wie es wirklich war mit dem in ihrem Auto gefundenen Kokain: Es gehörte nicht ihr, sondern einer Freundin, so das Partygirl.

Las Vegas - Das nicht eben seriöse, aber in Promi-Klatsch-Fragen in der Regel gut informierte Portal TMZ berichtete am Montag "exklusiv", dass sich Paris Hilton in Sachen Kokainbesitz offenbar keiner Schuld bewusst ist.

Am Samstag war die Hotelerbin in Las Vegas vorübergehend festgenommen worden, nachdem Polizisten am späten Freitagabend in ihrem Auto die verbotene Substanz gefunden hatten. Zur Menge machten die Behörden keine Angaben.

Laut TMZ berichten gute Freunde des ewigen Partygrls nun, Hilton nehme an, dass das sichergestellte Kokain einer Freundin gehören müsse - ihr selbst auf jeden Fall nicht. Sie habe ihre Handtasche erst kürzlich an eine Bekannte verliehen, die dann vermutlich das weiße Pulver hineingetan habe. Sie habe nach Rückgabe der Tasche schlicht vergessen, deren Inhalt noch einmal zu überprüfen, bedauerte die 29-Jährige.

"Ich hatte keine Ahnung, dass da Kokain drin war", soll Hilton sich echauffiert haben. "Ich schwöre es bei meinem Leben." Demnach war alles ganz harmlos. Hilton erzählte, sie sei mit ihrem Freund Cy Waits im Wynn Hotel Sushi essen gegangen und habe ein wenig Wein getrunken. Daraufhin habe Waits ihr angeboten, sie in ihrem Cadillac Escalade nach Hause zu fahren.

Wie das Rauschgift in ihren Besitz kam? Für Hilton gibt es offenbar mehrere Varianten, auch eine sehr verschwörerische: "Es könnte ein abgekartetes Spiel sein", mutmaßte die Blondine. "Jeder weiß, wie sehr ich gegen Kokain bin." Auch die Beamten vor Ort hätten sich nicht richtig verhalten. Der Polizist, der sie anhielt, habe "die ganze Sache übermäßig aufgeblasen", offenbar auf Grund ihres Promi-Status.

Das sieht die Polizei in Las Vegas offenbar anders: Hilton sei wie "jedermann sonst" behandelt worden, erklärte ein Sprecher laut "Los Angeles Times". Der einzige Unterschied sei gewesen, dass man Hilton nicht mit anderen Gefängnisinsassen in eine Zelle gesteckt habe. Dies sei aber aus Sicherheitsgründen vermieden worden, hieß es. Der Polizei zufolge gibt es ausreichend Beweise, nun wurde Hilton wegen Kokainbesitzes angeklagt.

Der Anwalt von Hiltons Begleiter Waits erklärte, es gebe Beweise für die Unschuld des Paares. "Es werden zahlreiche Fakten ans Licht kommen, die meinen Mandanten entlasten", so Richard Schonfeld.

Die Erbin einer Hoteldynastie war erst im Juli am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gemeinsam mit einer Freundin wegen des Verdachts auf Drogenbesitz festgenommen worden. Die Freundin gestand schließlich, das gefundene Marihuana habe ihr gehört. Der Vorwurf gegen Hilton wurde fallengelassen.

Vor drei Jahren hatte Hilton weltweites Aufsehen erregt, weil sie wegen Trunkenheit am Steuer zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. 23 Tage saß sie ab. Nach ihrer Freilassung erklärte sie, sie habe im Gefängnis über ihr Luxusleben nachgedacht. Sie werde nun "helfen, Geld für Kinder und für Brustkrebs und Multiple Sklerose" zu sammeln.

ala

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