Hamburg - Sie wirken wie die lebendige Karikatur eines amerikanischen Upper-Class-Paares, das ganze Leben öffentlich, eine einzige schillernde Fassade, von der Welt bitte zu bestaunen. Nichts scheint ihnen peinlich zu sein.
Mit einer Unverfrorenheit kamen Michaele und Tareq Salahi vorübergehend groß heraus. Die Ex-Cheerleaderin der Washington Redskins und der Winzer schafften es, sich uneingeladen zu einem Staatsdinner ins Weiße Haus zu stehlen. Sie passierten sämtliche Sicherheitskontrollen und präsentierten hinterher stolz ihre Fotos im Internet. Die Bilder zeigten die Eheleute an der Seite von Vizepräsident Joe Biden und mit Obamas Stabschef Rahm Emanuel.
"Sie sind Reality-Show-Menschen", verkündete eine Kolumnistin der "Washington Post" später auf CNN, und man konnte den Widerwillen aus ihren Worten deutlich heraushören: "Das sagt ja schon fast alles."
Sie zieht sich aus
Und weil die an den Weiße-Haus-Coup anschließenden Medienauftritte offenbar nicht genug Geld in die Familienkasse gespült hatten, geht Mrs. Salahi nun den in ihren Kreisen wahrscheinlich nächsten logischen Schritt: Sie zieht sich aus.
Für den "Playboy" werde die 44-Jährige noch in diesem Monat die Hüllen fallen lassen, meldet die "Huffington Post". Zwar sei unklar, an welcher Stelle im Heft die Aufnahmen platziert würden, doch sähe sich Salahi "liebend gerne" auf dem Titel.
Dem Bericht zufolge könnte das Publicity-hungrige Pärchen das Geld gut gebrauchen. Die Salahis werden demnach von einer PR-Firma verklagt, weil sie Rechnungen nicht bezahlt haben sollen.
jdl
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