Hidekichi Miyazaki 103-jähriger Japaner fordert Usain Bolt zum Duell

Kurz vor seinem 104. Geburtstag will es Hidekichi Miyazaki noch einmal wissen: Der japanische Sprinter träumt davon, gegen Usain Bolt anzutreten - im Duell zweier Weltrekordler.

AFP

Tokio - Hidekichi Miyazaki ist ein Phänomen. Der 103-Jährige hält den Weltrekord im 100-Meter-Lauf, in der Kategorie der über Hundertjährigen. Seine Zeit: 29,83 Sekunden. Damit ist er gut 20 Sekunden langsamer als Usain Bolt (9,58 Sekunden), der schnellste Mann der Welt. Miyazaki würde sich trotzdem gern mit dem 75 Jahre jüngeren Jamaikaner messen.

"Ich würde so gern gegen Bolt antreten", sagte Miyazaki nach einem Wettkampf in Kyoto. Seinen Traum verfolge er, in dem er versuche, in Top-Form, diszipliniert und gesund zu bleiben. "Das ist wichtig für jeden, auch für Usain Bolt", sagte Miyazaki, der selbst den Spitznamen "Goldener Blitz" trägt.

Geboren wurde Miyazaki im September 1910 - dem Jahr, als Japan Korea annektierte, die "Titanic" noch gebaut wurde und der Erste Weltkrieg noch nicht begonnen hatte. Das Geheimrezept des 1,53 Meter kleinen und 42 Kilogramm leichten Japaners: Einen Bissen erst 30-mal kauen, dann schlucken - und jeden Tag die Mandarinenmarmelade seiner 73-jährigen Tochter Kiyono essen.

"Dafür trainiere ich"

Damit hofft Miyazaki, zumindest noch den Weltrekord in der Wettkampfklasse der 105- bis 109-Jährigen aufstellen zu können. "Dafür trainiere ich. Das ist mein nächstes großes Ziel." Sein großer Vorteil: In dieser Altersklasse existiert keine offizielle Bestmarke. Miyazaki müsste also lediglich die Ziellinie erreichen.

Bei dem Wettkampf in Kyoto brauchte der Rentner dafür übrigens gut 38 Sekunden, eine für seine Verhältnisse schwache Zeit. "Ich habe kurz vor dem Start noch ein Nickerchen gemacht - ein großer Fehler", analysierte Miyazaki. Dann scherzte er: "Aber ich bin ja noch jung, das ist ein Lernprozess für mich."

Als Sprinter ist der Japaner in der Tat ein Spätberufener. Erst mit 92 Jahren begann er mit der Leichtathletik. Jetzt wartet Miyazaki auf eine Reaktion von Usain Bolt.

wit/AFP

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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
belzeebub1988 28.08.2014
1. Respekt
Hoffen wir mal das wir im hohen Alter auch so fit sind
DeutschlandZiehtRunter 28.08.2014
2. Das Duell kann er nicht gewinnen
Mit ziemlicher Sicherheit wird Bolt, wie alle Spitzensportler, dopen. Ein Sieg des Japaners ist daher fast ausgeschlossen.
doppelpost123 28.08.2014
3.
Könnte man ja mit einer Spendenaktion verbinden.
echtschnell 28.08.2014
4. #3: relax
Der Beitrag steht unter Panorama, nicht unter Sport oder Kultur. Die Tatsache, dass Sie und ich den Artikel gelesen haben, spricht dafür, dass Interesse besteht. Also ich finde den alten Herrn und seine Herausforderung sehr cool!
sound67 28.08.2014
5. Das ist Qualitätsjournalismus
Wirklich? WIRKLICH? Das ist dem SPIEGEL einen Artikel wert? Gibt es nicht genug RELEVANTES aus der Welt zu berichten? Scheinbar hat der Spiegel mit Anstellung eines ehemaligen Bildredakteurs als Chef alle Qualitätsansprüche fahren lassen ...
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