Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

"Octomum" Nadya Suleman: Ohne Dokumente keine Insolvenz

Sie bezog ein schmuckes Haus, tingelte durch Talkshows - Nadya Suleman, besser bekannt als "Octomum", versuchte alles, um ihre Achtlinge möglichst lukrativ zu versilbern. Ohne Erfolg, sie ist pleite. Das Mitleid eines kalifornischen Richters hielt sich nun in Grenzen.

Nadya Suleman: Der zweifelhafte Ruhm der "Octomum" Fotos
Getty Images

Hamburg - Nachdem das mit der Fernsehkarriere nicht so richtig geklappt hatte, setzte Nadya Suleman durchaus auf andere Mittel, um an Geld zu kommen. Die als "Octomom" bekanntgewordene Kalifornierin promotete einen Milchshake, ließ Nacktfotos von sich machen und bettelte in aller Öffentlichkeit um Unterstützung. Ihr vorerst letzter Versuch, den finanziellen Ruin abzuwenden, ist nun jedoch gescheitert.

Ein Richter lehnte am Dienstag ab, die Mutter von Achtlingen für insolvent zu erklären. Sie habe die dafür nötigen Dokumente nicht eingereicht, berichtete die Zeitung "The Orange County Register". Bis Montag hatte das Gericht Suleman demnach Zeit gegeben, die Unterlagen einzureichen. Die Frist sei verstrichen, ohne dass die "Octomom" sich gemeldet habe, berichtete das Blatt unter Berufung auf Gerichtsprotokolle.

Die Konsequenz: Sulemans Gläubiger können nun ihre Ausstände eintreiben und auch die drohende Zwangsvollstreckung ihres Hauses könne vollzogen werden.

Suleman, die durch die Geburt ihrer Achtlinge im Jahr 2009 bekannt und von US-Medien auf den Namen "Octomom" getauft wurde, ist arbeitslos, alleinstehend und lebt in einem Haus mit ihren insgesamt 14 Kindern. Ende April hatte sie Insolvenz angemeldet und erklärt, sie habe rund eine Million Dollar Schulden, die sie nicht zurückzahlen könne. Die nötigen Unterlagen, um diese Behauptung auch zu beweisen, legte sie aber nicht vor.

Gemäß dem US-Gesetz hätte bei einer sogenannten Insolvenz nach Chapter 7 ein vom Gericht bestellter Bevollmächtigter ihren Besitz gepfändet, um die Schuldner auszubezahlen, bevor sie vom Rest ihrer Schulden befreit worden wäre.

siu/dapd

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
callistonairi 16.05.2012
Zitat von sysopGetty ImagesSie bezog ein schmuckes Haus, tingelte durch Talk-Shows - Nadya Suleman, besser bekannt als "Octomum", versuchte alles, ihre Achtlinge möglichst lukrativ auszuschlachten. Ohne Erfolg, sie ist pleite. Das Mitleid eines kalifornischen Richters hielt sich nun in Grenzen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,833434,00.html
hätte man das nicht etwas anders formulieren können? Kann man auch missverstehen!
2. Wat für´n Pech...
gerkaiser 16.05.2012
... im falschen Land zu leben. In Deutschland wäre die Arme, als Frau, als alleinerziehende Mutter mit 12 Kinder und mit arabischen Namen sicher in einer bequemeren Situation gewesen und hätte Aussicht mit der Herdprämie noch besser gestellt zu werden.
3. Wer ist Octomum?
kirk_dougles 16.05.2012
Zitat von sysopGetty ImagesSie bezog ein schmuckes Haus, tingelte durch Talk-Shows - Nadya Suleman, besser bekannt als "Octomum", versuchte alles, ihre Achtlinge möglichst lukrativ auszuschlachten. Ohne Erfolg, sie ist pleite. Das Mitleid eines kalifornischen Richters hielt sich nun in Grenzen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,833434,00.html
Ich habe keine Ahnung und stelle deshalb fest, dass ich sehr froh bin es doch noch zu schaffen so manchen medialen Schwachsinn, wie der einer durchgeknallten mit, bedauerlicherweise, 8 Kindern möglichst viel Kohle zu scheffeln und der gesamte Boulevard fleißig mit dabei ist, nicht das geringste mitbekommen habe. Die Kinder können einem leid tun, alle TV Sender und der ganze Gala-Krempel die eifrig mitreiten sollte das Jugendamt eigentlich verklagen.
4. Schuldner und Gläubiger
cederick1968 16.05.2012
Im Artikel ist am Ende von "Schuldnern" die Rede, die im Insolvenzverfahren ausbezahlt werden sollen. Dabei dürfte es sich um Gläubiger handeln.
5. ...
sara100 16.05.2012
Zitat von gerkaiser... im falschen Land zu leben. In Deutschland wäre die Arme, als Frau, als alleinerziehende Mutter mit 12 Kinder und mit arabischen Namen sicher in einer bequemeren Situation gewesen und hätte Aussicht mit der Herdprämie noch besser gestellt zu werden.
Was für eine peinliche Aussage Ihrerseits. Als ob Sie irgend jemand nennen könnten die hier in Deutschland mit diesen Kriterien besser gestellt wäre als jemand mit deutschem Namen und 12 Kinder. Schön gehetzt ist halb gewonnen wie? Müssen Sie sich nicht übergeben wenn Sie sich im Spiegel sehen?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: