"Goldene Himbeere" Adam Sandler stellt Schmähpreis-Rekord auf

Es ist ein Rekord - wenngleich Adam Sandler sich kaum darüber freuen wird. Der Hollywood-Schauspieler ist bei der Verleihung der "Goldenen Himbeere" so schlecht weggekommen wie noch kein Darsteller vor ihm. Seine Komödie "Jack und Jill" wurde mit zehn der Schmähpreise bedacht.


Los Angeles - Das gab es noch nie in der 32-jährigen Geschichte der "Goldenen Himbeere": US-Komiker Adam Sandler und sein Film "Jack und Jill" wurden am Sonntag in Los Angeles mit zehn der sogenannten Razzie Awards geehrt. Das ist das bislang vernichtendste Ergebnis für einen Film und seinen Hauptdarsteller, hieß es auf der Internetseite der Preisverleiher.

Neben der Auszeichnung für den miesesten Film ging Sandler auch mit dem Preis als schlechtester Darsteller und Darstellerin für seine Doppelrolle in "Jack und Jill" nach Hause. In dem Streifen spielt der 45-Jährige einen Familienmenschen und seine eigene Zwillingsschwester. Selbst Oscar-Gewinner Al Pacino blieb nicht verschont. Für seinen kurzen Auftritt in "Jack und Jill" wurde ihm der Nebenrollen-Razzie zugesprochen. Zusammen mit seinem Team, darunter auch Schauspielerin Katie Holmes, musste sich Sandler unter anderem noch die Preise für das schlechteste Ensemble und das schlechteste Drehbuch gefallen lassen.

Von den Gewinnern der ungeliebten Preise kommt selten jemand zur Verleihung - auch Sandler blieb der Veranstaltung fern. Nur wenige Stars wie Halle Berry und Sandra Bullock brachten in den vergangenen Jahren den Mut auf, die golden besprühte Plastikfrucht persönlich entgegenzunehmen. Die Nominierungen für die diesjährigen "Himbeeren" waren Ende Februar, am Vortag der Oscar-Verleihung, bekanntgegeben worden.

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Adam Sandler: Zehn "Goldene Himbeeren"
Der Negativ-Preis wurde 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Seinem Verband gehören nach eigenen Angaben Mitglieder aus den USA und 17 weiteren Ländern an, darunter Filmkritiker und Kinofans. Früher wurden die Preise am Vorabend der Oscar-Gala verliehen, in diesem Jahr wurde erstmals das Scherzdatum 1. April gewählt.

"Adam Sandler hat wohl ziemlich die Einstellung 'Egal wie doof ich es mache, meine Fans zahlen dafür, es zu sehen'", kritisierte Wilson. "Ich denke, es geht vor allem um das völlige Fehlen jeder wirklichen Anstrengung oder eines Sich-Einbringens oder Stolzes."

wit/dpa/dapd



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