Adele singt für Brüssel "Wir sind alle vereint"

Sängerin Adele war wie viele andere erschüttert, als sie von den Terroranschlägen in Brüssel hörte. Bei einem Konzert am Abend sang sie für die Opfer. Ein anrührender Moment.

Sängerin Adele: "Um einiges besser als diese Arschlöcher"
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Sängerin Adele: "Um einiges besser als diese Arschlöcher"


Am Dienstagabend trat Adele in der Londoner O2-Arena auf. Und selbstverständlich konnte sie das nicht tun, ohne auf die Ereignisse des Tages einzugehen: Mit einer anrührenden Version von Bob Dylans "Make You Feel My Love" gedachte sie der Opfer der Terroranschläge von Brüssel.

"Wir sind alle hier aus demselben Grund", rief Adele dem Publikum zu. "Ich hoffe, ihr seid alle gekommen, um euch von mir unterhalten zu lassen. Ich bin hier, um euch zu unterhalten, also sind wir alle vereint, und das macht uns um einiges besser als diese Arschlöcher." Mit den "Fuckers" waren zweifellos die Terroristen des "Islamischen Staates" gemeint, der sich zu den Attentaten bekannt hatte.

Ein Fan dokumentierte den Auftritt mit seiner Handykamera. Die Sängerin ist darauf kaum zu erkennen, dafür ein Meer von Lichtern in der riesigen Arena. Adele hatte ihr Publikum gebeten, Telefone und Feuerzeuge zum Leuchten zu bringen.

Eine sehr emotionale Erfahrung - für die Fans ebenso wie für die Künstlerin selbst. "Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so bewegt in einer meiner Shows - das war einfach wunderschön", sagte Adele. "Vielen Dank, dass ihr das getan habt … ich glaube, sie haben uns gehört."

Adeles Version von "Make You Feel My Love" war 2008 auf ihrem Debutalbum "19" erschienen. Bei den jüngsten Anschlägen auf dem Flughafen und in einer U-Bahn-Station von Brüssel starben mehr als 30 Menschen, über 250 wurden verletzt. Weltweit kam es zu Solidaritätsbekundungen, auch von anderen Prominenten.

Miley Cyrus erklärte, ihre Stiftung "Happy Hippie" werde eine Partnerschaft eingehen mit der Jugendorganisation "Seeds of Peace", die sich für nachhaltige Konfliktlösungen in Krisengebieten einsetzt. Sie wolle damit die Terroropfer aus Brüssel, aber auch der Türkei und der Elfenbeinküste ehren, wo das Terrornetzwerk al-Qaida Mitte März in einem Badeort mehr als 20 Menschen tötete. In der Türkei verunsicherte unlängst eine ganze Serie von Terroranschlägen die Bevölkerung.



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