Taylor Swift bei den American Music Awards Die Überfliegerin

Beste Künstlerin, bestes Album, beste Tour - und offensichtlich die treuesten Fans: Sängerin Taylor Swift hat in den wichtigen Kategorien bei den American Music Awards abgeräumt. Und wurde noch mal politisch.


Bei einer Gala mit großem Staraufgebot sind in der Nacht zum Mittwoch in Los Angeles die American Music Awards verliehen worden. Sängerin Taylor Swift setzte sich in der Topsparte "Künstler des Jahres" gegen Drake, Imagine Dragons, Post Malone und Ed Sheeran durch. Die 28-Jährige gewann zudem die Trophäen für das beste Pop/Rock-Album ("Reputation"), für die Tournee des Jahres und als beste Pop/Rock-Künstlerin. Sie ist damit die erfolgreichste Künstlerin in der Geschichte der Preisverleihung.

"Über diese Auszeichnung und jede Auszeichnung heute Abend haben Menschen abgestimmt; und wisst ihr, worüber Menschen auch entscheiden? Über die Midterm-Wahlen am 6. November. Geht wählen!" Swift hatte am vergangenen Sonntag für Schlagzeilen gesorgt, als sie in einem Instagram-Post dazu aufrief, wählen zu gehen - und mitteilte, sie selbst werde bei den Kongresswahlen im November in ihrem Heimatstaat Tennessee für den demokratischen Senatskandidaten stimmen. Swift hatte sich im Laufe ihrer Karriere mit politischen Statements stets zurückgehalten.

Bei der Preisverleihung in Los Angeles trat sie nun auch auf: Swift eröffnete die Show mit dem Song "I Did Something Bad" von ihrem Album "Reputation". Auch Stars wie Jennifer Lopez, Mariah Carey, Post Malone und Carrie Underwood standen im Verlauf der Show auf der Bühne. Am Ende würdigte Sängerin Gladys Knight mit weiteren Soul- und Gospel-Künstlern die im August gestorbene "Queen of Soul" Aretha Franklin.

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American Music Awards: "Geht raus und wählt"

Zu den weiteren Preisträgern zählt unter anderem die amerikanisch-kubanische Sängerin Camila Cabello: Die 21-Jährige holte mit ihrem Hit "Havana" den Preis für den besten Pop/Rock-Song. Zudem wurde sie zur besten Nachwuchskünstlerin gekürt. In den Country-Sparten gewannen Carrie Underwood und Kane Brown. Auch Rapperin Cardi B, Sänger Post Malone, Shawn Mendes und Khalid und das Duo Migos holten Preise.

Die American Music Awards werden seit 1973 verliehen. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker, über die Gewinner können Fans im Internet abstimmen.

Die Gewinner der American Music Awards 2018 im Überblick:

  • Künstler(in) des Jahres: Taylor Swift
  • Zusammenarbeit des Jahres: "Havana", Camila Cabello featuring Young Thug
  • Neuentdeckung des Jahres: Camila Cabello
  • Beliebtester Pop/Rock-Sänger: Post Malone
  • Beliebteste Pop/Rock-Sängerin: Taylor Swift
  • Beliebteste Pop/Rock-Band: Migos
  • Beliebtestes Pop/Rock-Album: "Reputation", Taylor Swift
  • Beliebtester Pop/Rock-Song: "Havana", Camila Cabello featuring Young Thug
  • Beliebtester Country-Sänger: Kane Brown
  • Beliebteste Country-Sängerin: Carrie Underwood
  • Beliebteste Country-Band: Florida Georgia Line
  • Beliebtestes Country-Album: "Kane Brown", Kane Brown
  • Beliebtester Country-Song: "Heaven", Kane Brown
  • Beliebtester Rap/Hip-Hop-Künstler: Cardi B
  • Beliebtestes Rap/Hip-Hop-Album: "Beerbongs & Bentleys", Post Malone
  • Beliebtester Rap/Hip-Hop-Song: "Bodak Yellow", Cardi B
  • Beliebtester Soul/R&B-Sänger: Khalid
  • Beliebteste Soul/R&B-Sängerin: Rihanna
  • Beliebtestes Soul/R&B-Album: "17", XXXTentacion
  • Beliebtester Soul/R&B-Song: "Finesse", Bruno Mars featuring Cardi B
  • Beliebtester Alternativ-Rock-Künstler: Panic! at the Disco
  • Beliebtester zeitgenössischer Künstler: Shawn Mendes
  • Beliebtester Latin-Sänger: Daddy Yankee
  • Beliebtester inspirierender Künstler: Lauren Daigle
  • Beliebtester Electronic Dance-Künstler: Marshmello
  • Beliebtester Social Künstler: BTS
  • Soundtrack des Jahres: "Black Panther"
  • Tournee des Jahres: Taylor Swift
  • Video des Jahres: "Havana", Camila Cabello featuring Young Thug

aar/dpa

insgesamt 5 Beiträge
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urbanism 10.10.2018
1.
was soll man zu Taylor Swift sagen? Sie ist musikalisch ein Ausnahmetalent sowie alle Musik Legenden vor ihr.
schorri 10.10.2018
2. Ein Kompliment von Trump
Taylor Swift hat Donald Trump heftig kritisiert. Darauf erklärte der, er möge die Musik von Taylor Swift deshalb 25% weniger. Ich würde es als Kompliment sehen, wenn ein Mensch ohne Kultur, ohne Anstand, ohne Geschmack und mit der Intelligenz eines Trump sowas sagt.
cipo 10.10.2018
3.
Zitat von schorriTaylor Swift hat Donald Trump heftig kritisiert. Darauf erklärte der, er möge die Musik von Taylor Swift deshalb 25% weniger. Ich würde es als Kompliment sehen, wenn ein Mensch ohne Kultur, ohne Anstand, ohne Geschmack und mit der Intelligenz eines Trump sowas sagt.
Ich würde das eher als Beleg dafür sehen, dass sie reichlich banale Musik macht.
f.j.l. 10.10.2018
4. von mir aus
macht sie banale Musik. Das nennt man Freiheit der Kunst. Mit ihrer Aussage zu dem Büttel der demokratie-freiheits-wahrheits-umweltfeindlichen (im Grunde fällt mir dazu so gut wie nichts positives ein) Entourage hat sie jedenfalls einen neuen "Fan" gefunden, nämlich mich. Nicht unbedingt musikalisch, aber als mutige Person. Dem, was derzeit politisch in der Welt passiert-USA, GB, Polen, Ungarn, Österreich, Brasilien, Italien, Philippinen etc. kann man gar nicht laut genug entgegen treten. So oft wie möglich und so deutlich wie nötig! Danke , Ms. Swift und allen anderen HELDEN!
g.eliot 10.10.2018
5.
Gut gemacht von der jungen Sängerin, hoffentlich folgen noch weitere Stars ihrem Beispiel. Bis auf Kanye West ist mir kein anderer Topstar aus der Musikbranche bekannt, der Trump unterstützen würde. Schon während der Wahlkampagne haben Stars wie Elton John, Rolling Stones, Adele und Bruce Springsteen ihm verboten, ihre Musik in seinen Rallies abzuspielen. Zu einer White House Party könnte er also keinen Topstar zum Auftritt verpflichten, denn sie würden, bis auf Country Stars und Kanye West wohl alle absagen. In den Medien hieß es auch mal, dass das der Grund sei, warum Trump keine rauschenden Feste feiert wie z.B. Obama. Und bis auf einige wenige Filmschauspieler wie Clint Eastwood z.B. ist er bei ganz Hollywood verhasst, was auf Gegenseitigkeit beruht, denn bei seiner Basis bzw. seiner "Bewegung" gilt ganz Hollywood ebenso als ein Feindbild, wie auch Silicon Valley und das "Establishment". Es gibt zu viel Hass und wenig Liebe in der Trump Ära.
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