Todesursache bestätigt Amy Winehouse starb an Alkohol

Amy Winehouse hatte 4,16 Promille Alkohol im Blut, als sie tot in ihrer Wohnung gefunden wurde. Die Sängerin starb an einer Alkoholvergiftung - das hat eine zweite gerichtliche Untersuchung bestätigt. Diese war nötig, weil die Qualifikation der zuständigen Rechtsmedizinerin angezweifelt wurde.

AP

London - Das Obduktionsergebnis ist nun offiziell: Die britische Sängerin Amy Winehouse ist an einer "versehentlich herbeigeführten Alkoholvergiftung" gestorben. Gerichtsmedizinerin Shirley Radcliffe bestätigte am Dienstag die von einer Kollegin bereits festgestellte Todesursache und bekräftigte, es habe sich um einen Unfall gehandelt.

Winehouse habe nach einer Zeit der Abstinenz "freiwillig Alkohol zu sich genommen - eine absichtliche Handlung, die eine unerwartete Wendung nahm und zu ihrem Tod führte", so Radcliffe. Der Blutalkoholwert der Sängerin habe das Fünffache der Promillegrenze betragen, bis zu der man Autofahren darf. Diese Menge sei üblicherweise tödlich, sagte die Gerichtsmedizinerin.

Winehouse war am 23. Juli 2011 im Alter von 27 Jahren tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Sie wies zum Todeszeitpunkt 4,16 Promille Alkohol im Blut auf. Die Grammy-Preisträgerin, die mit Soul-Hits wie "Rehab" und "Back to Black" große Erfolge feierte, war jahrelang drogen- und alkoholsüchtig gewesen.

Die zweite Untersuchung war wegen eines Formfehlers nötig geworden: Das Ergebnis der Obduktion von 2011 wurde für ungültig erklärt, weil es bei der Stellenbesetzung in der zuständigen Gerichtsmedizin Unregelmäßigkeiten gegeben hatte. Der Leichnam war damals von der Gerichtsmedizinerin Suzanne Greenaway untersucht worden. Diese war, wie sich später herausstellte, von ihrem Mann auf den Posten berufen worden, obwohl sie nicht die laut Gesetz vorgeschriebenen fünf Jahre Berufserfahrung in der Rechtsmedizin hatte. Greenaway war deshalb im November 2011 von ihrem Posten zurückgetreten.

Winehouse' Familie kam am Dienstag nicht zu der zweiten Anhörung. Die Eltern Mitch und Janis hatten gesagt, sie seien mit den Ergebnissen der ersten Untersuchung einverstanden. Die zweite Untersuchung sei nur eine Formalie.

wit/AFP/AP/dpa



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