Amy Winehouse "Drogen nahmen ihre Begabung, ihre Seele, ihr Licht"

Der einsame Tod der Amy Winehouse: Zahlreiche Prominente trauern um die Soul-Sängerin. Per Twitter melden sie sich zu Wort, erinnern sich an bewegende Momente und berührende Erlebnisse mit der 27-Jährigen.

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Hamburg - Amy Winehouse, glaubt man den Berichten, lag allein in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden, als sie leblos gefunden wurde. Der Rettungsdienst teilte mit, am Samstag gegen 16.54 Uhr seien zwei Krankenwagen zu Winehouses Wohnung gerufen worden. Der Notarzt habe aber nur noch ihren Tod feststellen können.

Ein Polizeisprecher sagte vor der Polizeiabsperrung vor Winehouses Haus, er wisse, dass einige Medien den Todesfall auf eine Überdosis Drogen zurückführen. Vor einer Autopsie sei es aber unangemessen, über die Todesursache zu spekulieren. Am Sonntag erklärte die Polizei, der Zeitpunkt einer Autopsie werde nicht vor Montag festgelegt. Trauernde Fans legten Blumen, Kerzen und Plüschtiere vor Winehouses Haus.

Nach der Nachricht vom Tod des britischen Soulstars haben sich zahlreiche Prominente und Kollegen der Sängerin zu Wort gemeldet. "Sie war meine musikalische Seelenverwandte und wie eine Schwester für mich. Dies ist einer der traurigsten Tage meines Lebens", sagte Musikproduzent Mark Ronson, der unter anderem den Hit "Valerie" mit Winehouse aufnahm. "Drogen nahmen ihre Begabung, ihre Seele, ihr Licht, lange bevor sie ihr Leben nahmen. RIP (Ruhe in Frieden) Amy", twitterte US-Sänger Josh Groban.

Zum Tod von Amy Winehouse

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Auch US-Sänger Usher gab über Twitter bekannt: "Ich bin so traurig, die schreckliche Nachricht von Amy Winehouses Tod zu hören. Ich bin so froh, dass ich dich kannte Amy...Ruhe gut. Zu früh gegangen...wir werden dich vermissen!!" Schauspielerin Kelly Osbourne twitterte: "Ich kann gerade nicht einmal atmen, weil ich so heftig weinen muss."

"Jemanden in diesem Alter zu verlieren, ist einfach wirklich herzzerreißend und zweifelsohne, nun, da sie weg ist, werden die Menschen ihre Arbeit schätzen. Denn ich fand sie ziemlich talentiert", sagte US-Regisseur Francis Ford Coppola ("Der Pate"). "Wirklich traurige Nachricht über Amy Winehouse. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie. Möge ihre unruhige Seele Frieden finden", schrieb Demi Moore via Twitter. Ihre Kollegin Jessica Alba schrieb ebenfalls über Twitter: "So traurig über Amy Winehouse - sie war so talentiert. Wirklich tragisch."

Tänzerin Dita von Teese schrieb, sie sei "am Boden zerstört": "Ich habe unglaubliche Zeiten mit Amy verbracht. Sie hat einmal eine ganze Stunde für mich gesungen, das war das Schönste und Berührendste, das es gibt. Ein gigantischer Verlust."

Ein Sprecher der verstorbenen Sängerin sagte, Winehouses Vater Mitch sei informiert worden und auf dem Rückweg aus New York. "Alle, die mit Amy zu tun hatten, sind geschockt und am Boden zerstört", erklärte der Sprecher. Winehouses Vater hatte wiederholt besorgt über ein "langsames und schmerzhaftes Sterben" seiner Tochter gesprochen, falls sie ihre Drogen- und Alkoholprobleme nicht in den Griff bekomme.

Die fünffache Grammy-Gewinnerin Winehouse hatte Berichten zufolge erst im Juni einen Alkoholentzug in London abgeschlossen. Ihr Comeback mit einer Europa-Tournee scheiterte dennoch. Beim Auftaktkonzert vor rund 20.000 Fans in Belgrad wurde sie ausgebuht, weil sie offenbar zu betrunken war, um zu singen. Nach dem Eklat sagte sie die übrigen Konzerte ab.

jjc/dpa

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Seite 1
ALG III 24.07.2011
1. Songs aus der Seele
Zitat von sysopDer einsame Tod der Amy Winehouse: Zahlreiche Prominente trauern um die Soul-Sängerin. Per Twitter melden sie sich zu Wort, erinnern sich an bewegende Momente und berührende Erlebnisse mit der 27-Jährigen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,776311,00.html
"Drogen nahmen ihre Begabung, ihre Seele, ihr Licht." Der Titel ist verlogen. Denn das Gegenteil ist wahr: Drogen gaben ihr Begabung, Seele und Licht. Amy's Kunst und Amy's Drogensucht entsprangen ein und derselben Quelle: ihrer tiefen Leidenschaft für die Songs, die (nur) aus der Seele kommen. Leute, lasst Euch keinen Quatsch einreden. Sex, Drugs and Rock'n Rolle gehören zusammen. Rehab no no no Rehab I won't go go go
ALG III 24.07.2011
2. Songs aus der Seele
Zitat von sysopDer einsame Tod der Amy Winehouse: Zahlreiche Prominente trauern um die Soul-Sängerin. Per Twitter melden sie sich zu Wort, erinnern sich an bewegende Momente und berührende Erlebnisse mit der 27-Jährigen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,776311,00.html
"Drogen nahmen ihre Begabung, ihre Seele, ihr Licht." Der Titel ist verlogen. Denn das Gegenteil ist wahr: Drogen gaben ihr Begabung, Seele und Licht. Amy's Kunst und Amy's Drogensucht entsprangen ein und derselben Quelle: ihrer tiefen Leidenschaft für die Songs, die (nur) aus der Seele kommen. Leute, lasst Euch keinen Quatsch einreden. Sex, Drugs and Rock'n Roll gehören zusammen. Rehab no no no Rehab I won't go go go
sam clemens, 24.07.2011
3. Irrsinn
Dass Amy Winehouse hoch talentiert war und dass ihr Tod ein wirklich großer Verlust für die Musikszene und natürlich für ihre Freunde ist, steht außer Frage. Aber solche Mitteilungen wie "Ich kann gerade nicht atmen, weil ich so weinen muss" sind ebenso blöde wie egozentrisch - wie überhaupt in den statements das "ich, ich, ich" auffällt. Offenbar können einge der Stars den Verlust nur in Bezug auf das eigene Ego beschreiben. Und da wundert man sich, dass Winehouse nicht zurecht kam.
akrisios 24.07.2011
4. Der Geist aus der Flasche
Ich kann mir auch vorstellen das dieser Mephisto den sie aus den Drogen beschwor ihr dass Talent gab (oder zumindest so verstärkte das sie Weltberühmtheit errang) aber ebenso auch seinen letztlichen Tribut forderte. Man kann es auch, wenn man so will, als Urform der klassischsten Tragödien bezeichnen.
Greg84 24.07.2011
5. ...
Wieso macht man um die Frau so einen Aufriss? Ihre Berühmtheit war sehr kurz, besonders was positives angeht. Sonderlich viel hat sie an Musik ja auch beim besten Willen nicht geschaffen. Vorbild ist sie natürlich auch nicht, ihr Tod war nur eine Frage der Zeit. Ich hab zumindest kein Verständnis dafür sich ständig mit Drogen und Alkohol vollzupumpen. Daraus jetzt ein Drama machen zu wollen, finde ich lächerlich. Niemand hat sie gezwungen sich zu zerstören.
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