André Kemper über Opernball-Ohrfeige "Die Geschichte ist Teil meiner Marke geworden"

André Kemper schlug auf dem Wiener Opernball 2014 einem Geschäftsmann ins Gesicht. Dem SPIEGEL sagte der Werber nun, diese Aktion habe ihm nicht nachhaltig geschadet: "Ich stehe dazu."


Der Werber André Kemper glaubt nicht, dass ihm die Ohrfeige, die er einem Geschäftsmann auf dem Wiener Opernball gab, geschadet hat. "Die ganze Geschichte ist zu einem Teil meiner eigenen Marke geworden. Sie gehört jetzt dazu", sagt Kemper in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL).

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Auf dem Opernball vor drei Jahren hatte Kemper dem Geschäftsmann Ulrich Pfaffelhuber ins Gesicht geschlagen, weil er Kempers Freund Johannes B. Kerner angepöbelt hatte. "Es ist passiert, und ich stehe dazu. Letzten Endes gehört es zu mir. Ich nehme es an und kann gut damit leben", so Kemper. Wenn man die Situation "bei Kaffee und Keksen analysieren und einen Berater hinzuziehen würde - man würde sicher besonnener reagieren. Aber solche Entscheidungen fällt man in einem Bruchteil von Sekunden".

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Natürlich habe er ein gewisses Image. "Ich stehe nicht für Harmonie. Ich ziehe viel Energie aus Reibung, zum Teil aus Disharmonie. Auch wenn mich das manchmal selbst nervt, genau wie die Leute, mit denen ich arbeite." Kreative Menschen hätten alle eine Meise.

"Meine Frau hat einmal gesagt, du hast einen ganzen Meisenschwarm, und jeden Tag kommt eine dazu", so Kemper. "Aber ich wäre nicht in der Lage, eine professionelle Agentur zu leiten, wenn ich völlig durchgeknallt wäre. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich mich manchmal selbst nur in homöopathischen Dosen aushalten kann."

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bra/ih



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