US-Soulsängerin "Meine Gebete sind bei Aretha Franklin"

Die Sängerin Aretha Franklin ist laut Medienberichten schwer krank. Etliche Prominente wie Bill Clinton haben sich besorgt geäußert. Sängerin Beyoncé und Ehemann Jay-Z widmeten ihr ein ganzes Konzert.

AFP

Der US-Soul-Legende Aretha Franklin geht es schlecht, wie US-Medien berichten. Die 76-jährige sei "schwer krank in Detroit", schrieb der Journalist Roger Friedman, ein Freund der Familie. Die Familie bitte um "Gebete und Privatsphäre". Bei Franklin war im Jahr 2010 Krebs diagnostiziert worden.

Wie die Lokalzeitung "Detroit News" und CNN berichten, wird die Sängerin seit einer Woche in einem Hospiz palliativmedizinisch behandelt. Die Zeitung berief sich auf mehrere Vertraute der Sängerin, der Sender nannte keine Quellen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.

Dennoch haben sich bereits etliche US-amerikanische Persönlichkeiten geäußert. "Wie Menschen auf der ganzen Welt denken auch Hillary und ich heute Nacht an Aretha Franklin und hören ihre Musik, die in den vergangenen 50 Jahren solch ein wichtiger Teil unserer Leben gewesen ist", schrieb der frühere US-Präsident Bill Clinton auf Twitter.

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Aretha Franklin: Sorge um die Soul-Legende

Sängerin Beyoncé äußerte sich während eines Konzerts mit Jay-Z in Detroit - der Stadt, in der sich Franklin derzeit aufhalten soll. "Diese Show ist Aretha Franklin gewidmet", sagte sie während ihres Auftritts. "Wir lieben dich und danken dir."

Die Rapperin Missy Elliot schrieb: "Meine Gebete sind bei Aretha Franklin und ihrer Familie in dieser schwierigen Zeit." Sie würdigte die Soul-Diva als "lebende Legende". Der britische Sänger Boy George teilte mit: "Das ist eine traurige Nachricht. Aretha Franklin, was für eine Stimme." Pop-Diva Mariah Carey sagte, sie bete für die "Königin des Soul".

Franklin wurde durch Hits wie "Respect", "Think" und "Chain of Fools" weltberühmt. Ihr letzter öffentlicher Auftritt war im August 2017 in Philadelphia. Es sei eine wunderbare Show gewesen, schrieb der Journalist und Freund der Familie, Roger Friedman.

Franklin habe damals allerdings schon mit Erschöpfung und Dehydrierung gekämpft. Im November 2017 hatte Franklin dann noch einmal für die Aids-Stiftung von Popstar Elton John gesungen.

Grammy für das Lebenswerk

Die Sängerin beeinflusste zahlreiche jüngere Soul-Diven, darunter Mariah Carey und Whitney Houston, deren Mutter Background-Sängerin bei Franklin war. Aber auch jüngere Künstlerinnen wie Alicia Keys, Beyoncé und Amy Winehouse wurden durch die Soul-Queen geprägt. 1987 wurde sie als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählt auch ein Grammy für ihr Lebenswerk. 2005 bekam sie vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush die Freiheitsmedaille des Präsidenten verliehen, die höchste zivile Auszeichnung in den USA. Vielen ist noch der bewegende Auftritt Franklins beim Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama im Januar 2009 in Erinnerung.

jpz/dpa/AFP



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