"Web-Attack": Ariane Friedrich schließt Facebook-Profil

Der Wirbel um ihre Veröffentlichung einer sexuellen Belästigung war groß, nun reagiert Ariane Friedrich: Die Leichtathletin hat ihr offizielles Facebook-Profil deaktiviert. Wenn es nach ihrem Manager geht, bleibt die Seite für immer geschlossen.

Ariane Friedrich im Februar 2012: Auf Facebook ist nun schweigen angesagt Zur Großansicht
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Ariane Friedrich im Februar 2012: Auf Facebook ist nun schweigen angesagt

Frankfurt/Main - Hochspringerin Ariane Friedrich hat nach der Aufregung um die Veröffentlichung einer sexuellen Belästigung ihre Facebook-Seite geschlossen. "Die Seite ist bewusst zu, weil sich die Geschichte derart hochschaukelt", sagte ihr Trainer und Manager Günter Eisinger. "Wenn Ariane auf mich hört, dann war's das mit Facebook."

Friedrich hatte auf Facebook den Namen und den Wohnort eines Mannes veröffentlicht, der ihr eine obszöne Nachricht geschrieben hatte. "Ich wurde in der Vergangenheit beleidigt, sexuell belästigt, und einen Stalker hatte ich auch schon", so die 28-Jährige.

Die Aktion wurde heftig diskutiert und stieß teilweise auch auf Kritik. Eisinger sieht durch den Trubel die Olympia-Vorbereitung beeinträchtigt. Er widersprach Meldungen, denen zufolge sich Friedrich mit dem E-Mail-Schreiber treffen werde: "Das tun wir auf gar keinen Fall." Der Mann habe dies vorschlagen, die Polizei habe davon jedoch abgeraten.

hut/dpa

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insgesamt 48 Beiträge
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1.
Rainer Helmbrecht 27.04.2012
Zitat von sysopGetty ImagesDer Wirbel um ihre Veröffentlichung einer sexuellen Belästigung war groß, nun reagiert Ariane Friedrich: Die Leichtathletin hat ihr offizielles Facebook-Profil deaktiviert. Wenn es nach ihrem Manager geht, bleibt die Seite für immer geschlossen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,830246,00.html
Ein guter Rat ihres Managers;o). MfG. Rainer
2. Nach
raven_wolf 27.04.2012
den AGb von Facebook würde sie eh gelöscht werden Aber Wenn man sich der Tragweite seiner Handlungen auf langer sicht bewusst wird, darf man sich als schlau bezeichnen. Ich stelle noch mal die Einstellungstest der Polizei in Frage. Wird das bitte jetzt auch gesendet!
3. Korrekt!
Hamberliner 27.04.2012
Zitat von sysopGetty ImagesDer Wirbel um ihre Veröffentlichung einer sexuellen Belästigung war groß, nun reagiert Ariane Friedrich: Die Leichtathletin hat ihr offizielles Facebook-Profil deaktiviert. Wenn es nach ihrem Manager geht, bleibt die Seite für immer geschlossen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,830246,00.html
Glückwunsch und Respekt. Ich würde ihr am liebsten einen Blumenstrauß schicken für diese Entscheidung, aber dafür müsste ich ihre Adresse erspionieren, und die geht mich nichts an. Ich wünsche ihr viel Erfolg auf der Suche nach jemandem, der ihr eine gelungene eigene Homepage auf einem Webserver entwirft und heiße sie schon einmal vorauseilend im Usenet willkommen. Sollte jemand in de.alt.admin eine Newsgroup de.alt.fan.ariane-friedrich vorschlagen werde ich das befürworten. Selbstverständlich wünsch ich ihr (und wohl kaum als einziger), dass sie an ihre Rekorde vor dem Sehnenriss anknüpfen kann.
4. Interessant ...
--_Der_Kleine_Prinz_-- 27.04.2012
Zitat von raven_wolfden AGb von Facebook würde sie eh gelöscht werden Aber Wenn man sich der Tragweite seiner Handlungen auf langer sicht bewusst wird, darf man sich als schlau bezeichnen. Ich stelle noch mal die Einstellungstest der Polizei in Frage. Wird das bitte jetzt auch gesendet!
Soll im Test aufgenommen werden, dass sich Polizistinnen und Polizisten alles gefallen lassen müssen? Oder dass die Polizeidienstanwärterinnen und -anwärter künftig immer Verständnis für die Belange von Leuten haben müssen, die nicht ganz richtig im Kopf sind? Natürlich auch privat? Ganz klar ist doch: Wenn der Mann das war, dessen ID sie veröffentlicht hat, dann war dies ihr gutes Recht. Wenn nicht, dann ist sie eher schlimmer als der tatsächliche "Stalker". Aber bis zur eindeutigen Lösung dieser Fragen sollte man vorsichtig mit Verurteilungen sein - man ist dann selbst das, was man hier verurteilt, oder?
5.
Aözer 27.04.2012
...festzustellen, das es doch tatsächlich Mitmenschen gibt, die meinen "an den Pranger stellen" wäre gutes Recht. Die Feststellung, ob und inwieweit die an den Internet Pranger gestellte Person sich schuldig gemacht hat, obliegt einzig und allein den Strafverfolgungsbehörden Wenn eine Polizistin das nicht weiß oder nicht beachtet, ist sie für ihren Beruf denkbar ungeeignet. So einfach kann das Leben sein.....
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Jahr Springerin Höhe*
2011 Anna Tschitscherowa (Russland) 2,03
2009 Blanka Vlasic (Kroatien) 2,04
2007 Blanka Vlasic (Kroatien) 2,05
2005 Kajsa Bergqvist (Schweden) 2,02
2003 Hestrie Cloete (Südafrika) 2,06
2001 Hestrie Cloete (Südafrika) 2,00
1999 Inha Babakowa (Ukraine) 1,99
1997 Hanne Haugland (Norwegen) 1,99
1995 Stefka Kostadinowa (Bulgarien) 2,01
1993 Ioamnet Quintero (Kuba) 1,99
1991 Heike Henkel (Deutschland) 2,05
1987 Stefka Kostadinowa (Bulgarien) 2,09
1983 Tamara Bykowa (Sowjetunion) 2,01
*in Metern