Arm in Arm in Disneyland Liebesgerüchte um Sarkozy und Carla Bruni

Seit zwei Monaten ist er offiziell von Gattin Cécilia getrennt. Jetzt soll Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Zeitungsberichten zufolge eine neue Freundin haben - das Ex-Model Carla Bruni. Zahlreiche Gerüchte kursieren, doch die Regierung hüllt sich in Schweigen.


Paris - Die französischen Medien haben ein neues Traumpaar ausgemacht: Die regierungsnahe Zeitung "Le Figaro" zeigte heute ein Foto der italo-französischen Sängerin Carla Bruni mit der Bildunterschrift "Die Freundin des Präsidenten". Am Samstag hätten sich Sarkozy und das Ex-Model bei einem Ausflug in den Vergnügungspark Disneyland von mehreren Fotografen begleiten lassen, hieß es. Der Sender "France Info" berichtete, damit hätten sie ihre Beziehung öffentlich machen wollen.

Die Zeitschriften "Point de vue", "Paris Match" und "Closer" würden die Fotos demnächst veröffentlichen, schrieb "L'Express". Deren Chefredakteur Christophe Barbier sagte dem Sender LCI, Bruni habe ihm persönlich die Beziehung bestätigt. Das Élysée wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bruni mit illustren Männern in Verbindung gebracht wird. In der Boulevardpresse wurde immer wieder über Affären des Models mit Mick Jagger, Eric Clapton oder Donald Trump spekuliert. Maliziös, intelligent und kultiviert wie Bruni sei, gleiche sie eher Kate Moss als Marilyn Monroe, schreibt die "Libération". Sich mit dem Präsidenten Arm in Arm auf einem Ausflug zu zeigen, würde die "männerverschlingende Aura" der Sängerin noch verstärken. Sarkozy könne mit einer solchen Liaison sein "Wappen neu vergolden" und beim männlichen Wahlvolk punkten, hieß es.

Seit Wochen hatte es Gerüchte um eine neue Frau im Leben des Präsidenten gegeben. Dabei war nicht nur der Name von Carla Bruni gefallen. So hatte die Journalistin Laurence Ferrari Anzeige gegen die französischen Zeitschriften "Closer" und "Metro" erstattet, nachdem diese ihr eine Liaison mit dem Staatspräsidenten zugeschrieben hatten.

Beobachter beginnen nun, sich ernsthaft Sorgen um das Image des Präsidenten der Republik zu machen. "Wie lange werden die Franzosen das Bild eines Staatschefs akzeptieren, der sich entschlossen hat, seinem Amt den sakralen Charakter zu nehmen?" fragt "L'Express". Sarkozy sei dabei, sein Privatleben in ein Permanentspektakel nach Art einer Reality-Show zu verwandeln, heißt es in einem Blog zum Thema.

Die 38-jährige Carla Bruni hat von 1987 bis 1998 als hoch bezahltes Model unter anderem für Valentino, Yves Saint Laurent und John Galliano gearbeitet. Nach Ende ihrer Modelkarriere verschrieb sie sich dem Chanson und brachte mehrere Alben heraus. Sie ist für ruhige Titel wie "Quelqu'un m'a dit qu'il m'aime encore" (Jemand hat mir gesagt, dass er mich noch liebt) bekannt. Brunis Vater war Mitinhaber des Pirelli-Konzerns, ihre Mutter Konzertpianistin. Ihre Schwester ist die Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi.

ala/dpa



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