Kochsendung "Parts Unknown" Asia Argento wird aus CNN-Show verbannt

Schon die italienische Serie "X-Faktor" verabschiedete sich von der Schauspielerin Asia Argento, nachdem Vorwürfe laut wurden, sie habe einen 17-Jährigen missbraucht. Nun folgt die nächste Sendung.

Asia Argento
AFP

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CNN zieht zwei Episoden der Sendung "Parts Unknown" zurück, in denen die Schauspielerin Asia Argento auftaucht. Das berichten unter anderem "Buzzfeed News" und "Fox News".

In der Show präsentiert der inzwischen verstorbene Promi-Koch und frühere Lebensgefährte von Argento, Anthony Bourdain, Restaurants und Speisen aus der Welt. In den beiden Folgen reisen beide nach Rom und Hong Kong.

Die Regisseurin und #MeToo-Aktivistin Argento wird des sexuellen Missbrauchs des ehemaligen Kinderdarstellers Jimmy Bennett bezichtigt. Argento habe Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war, berichtete die "New York Times". CNN will nun abwarten, was es mit den Anschuldigungen auf sich habe, heißt es von der Produktionsfirma.

"Ich dementiere die Berichte"

Sexuelle Handlungen mit unter 18-Jährigen sind in dem US-Bundesstaat strafbar. Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich außergerichtlich auf eine Zahlung von 380.000 Dollar geeinigt. Dies gehe aus zahlreichen Dokumenten hervor.

Argento hat sich mittlerweile gegen die Vorwürfe gewehrt. "Ich dementiere und weise den Inhalt des von der 'New York Times' veröffentlichten Artikels, der in den internationalen Medien zirkuliert, zurück", schrieb die 42-Jährige in einer Stellungnahme.

Sie sei "zutiefst schockiert" über die "absolut falschen" Nachrichten und sprach von "Verfolgung". Sie habe nie irgendeine Form einer sexuellen Beziehung mit Bennett gehabt, wurde die Italienerin zitiert. Bennett hatte 2004 in dem Film "The Heart is Deceitful above All Things" Argentos Sohn gespielt.

Sie wollten "mitfühlend" reagieren

Die Zahlung an Bennett dementierte Argento nicht, betonte aber, damit habe sie ihm helfen wollen. Ihr Lebensgefährte Anthony Bourdain habe sich Sorgen um eine mögliche Rufschädigung gemacht, die Bennett verursachen könnte. Daher habe das Paar entschieden, "mitfühlend auf Bennetts Forderung nach Hilfe zu reagieren". Bourdain persönlich habe Bennett finanziell unterstützt - "unter der Bedingung, dass wir keine weiteren Einmischungen in unser Leben erdulden müssen". Bourdain starb im Juni während Dreharbeiten in Frankreich.

Lesen Sie hier ein Porträt über Asia Argento von Christian Buss.

tin

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