Missbrauchsvorwürfe Asia Argento droht Rose McGowan mit Klage

Asia Argento hat Rose McGowan ein Ultimatum gestellt: Sollte sie nicht bald Aussagen über die Missbrauchsvorwürfe von Jimmy Bennett zurücknehmen, gibt es juristischen Ärger.

AP

Die Warnung ist eindeutig: Rose McGowan hat 24 Stunden Zeit, "abscheuliche Lügen" zurückzunehmen - oder es werden "unverzüglich juristische Schritte eingeleitet". So schreibt es Asia Argento auf Twitter.

Es ist der nächste Schritt in einem Streit, der seit Wochen schwelt. Es geht um Missbrauchsvorwürfe, die der Schauspieler Jimmy Bennett gegen Argento erhoben hat. Die "New York Times" hatte Mitte August enthüllt, dass Bennett der Schauspielerin wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs mit einer Klage drohte. Argento habe Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sexuelle Handlungen mit unter 18-Jährigen sind in dem US-Bundesstaat strafbar.

Bennett und Argento einigten sich auf eine Zahlung von 300.000 Dollar. Argento hat inzwischen zugegeben, mit Bennett geschlafen zu haben, bestreitet die Missbrauchsvorwürfe. Ihr Anwalt sagt, Bennett habe Argento erpressen wollen.

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Vorwürfe gegen Schauspielerin: Der Fall Asia Argento

Nachdem die Vorwürfe gegen Argento bekannt geworden waren, hatte McGowan zunächst nur getwittert, ihr Herz sei gebrochen. Am 27. August veröffentlichte sie dann ein ausführliches Statement, in dem sie unter anderem schrieb, es sei traurig, eine Freundin zu verlieren. Aber was mit Bennett geschehen sei, sei noch trauriger. "Asia, du warst meine Freundin", schrieb McGowan. "Jeder kann sich bessern - ich hoffe, du auch. Tue das Richtige. Sei ehrlich. Lass die Gerechtigkeit ihren Gang gehen." Argento solle sich so verhalten, wie sie es sich von Weinstein gewünscht hätte.

Die beiden Schauspielerinnen gehören zu den prominentesten Vorkämpferinnen in der #MeToo-Debatte. Beide werfen Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vor: Argento sagt, Weinstein habe sie in einem Hotelzimmer um eine Massage gebeten und dann ihre Beine auseinandergedrückt. Gegen ihren Willen sei es zum Oralsex gekommen. Später hätten sie und Weinstein mehrmals einvernehmlichen Sex gehabt. Allerdings habe sie gefürchtet, wenn sie nicht mit Weinstein schlafe, würde er ihre Karriere torpedieren. McGowan sagt, Weinstein habe sie vergewaltigt. Er bestreitet die Vorwürfe.

McGowan hat bislang nicht auf Argentos Klagedrohung reagiert. Argentos Übergriff soll 2013 stattgefunden haben. Damals wurde keine Anzeige erstattet. Bennett und Argento hatten sich bei Dreharbeiten zum Film "The Heart Is Deceitful Above All Things" kennengelernt. Bennett spielte darin den Sohn der von Argento verkörperten Figur. Die Polizei in Los Angeles geht Bennetts Vorwürfen nach.

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