Auf offener Straße US-Rapper Dolla erschossen

Erst prügelte er sich mit einem Passagier im Flugzeug, dann wurde er auf offener Straße getötet: Der US-Rapper Dolla ist vor einem belebten Einkaufszentrum in Los Angeles erschossen worden. Noch ist unklar, inwieweit der Vorfall an Bord mit dem Mord zu tun hat.


Los Angeles - Der amerikanische Rapper Dolla ist vor dem Einkaufszentrum "Beverly Center" in Los Angeles durch einen Kopfschuss getötet worden. Die blutige Tat spielte sich nach Angaben des Nachrichtensenders CNN am Montagnachmittag vor den Augen entsetzter Passanten vor dem Eingang des besonders bei Touristen beliebten Einkaufszentrums "Beverly Center" ab. Polizisten nahmen bald darauf einen Tatverdächtigen am Internationalen Flughafen von Los Angeles fest, teilte Polizeisprecherin Karen Raynar am Dienstag mit.

US-Rapper Dolla: Erschossen vor vielen Augenzeugen
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US-Rapper Dolla: Erschossen vor vielen Augenzeugen

Der bisher nicht identifizierte Mann hatte eine Waffe in seinem Gürtel stecken. Über die Hintergründe des Mordes auf offener Straße lagen zunächst keine Informationen vor.

Der 21 Jahre alte Rapper, mit bürgerlichem Namen Roderick Anthony Burton II, hielt sich zur Aufnahme seines Debütalbums in Kalifornien auf. Er war dem R&B-Sänger Akon aufgefallen, als er gerade zwölfjährig, bei Veranstaltungen in der Gegend um Atlanta auftrat. Akon half Dolla, die erste Single herauszugeben: "Who the F... Is That?". Dollas Song "Feelin' Myself" wurde für den Soundtrack des Films "Step Up" (2006) übernommen.

Der Lokalsender KTLA in Los Angeles verbreitete, was Dolla auf seiner MySpace-Seite über sich preisgegeben hatte. Demnach kam er in Chicago zur Welt. Seine Zwillingsschwester starb bei der Geburt an einem Herzfehler. Mit fünf Jahren musste er mitansehen, wie sein Vater Selbstmord beging.

Bald darauf zog die Mutter mit den Kindern nach Atlanta, wo Roderick alias Dolla schon in den ersten Schuljahren beschloss, im Musikgeschäft Karriere zu machen, hieß es bei KTLA.

Dollas Sprecherin Sue Vannasing sagte der "LA Times", der Musiker und der befreundete Rapper DJ Shabbazz hätten vor dem Shopping-Center gewartet, als auf sie gefeuert wurde. Laut der Sprecherin hatte sich der Musiker Stunden zuvor auf einem Flug von Atlanta nach Los Angeles eine Schlägerei mit einem anderen Passagier geliefert. Es sei noch unklar, ob ein Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen bestehe.

jjc/AFP



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