Star-DJ Polizei geht nach Tod von Avicii nicht von Verbrechen aus

Nach dem Tod des schwedischen Musikers Avicii im Oman schließt die Polizei offenbar ein Verbrechen als Ursache aus. Derweil bekunden Weggefährten und Fans aus aller Welt ihr Beileid.

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Der Tod von DJ und Produzent Avicii sorgt für Bestürzung. Der Schwede war im Alter von nur 28 Jahren in einem Hotel in Maskat, der Hauptstadt des Oman, gefunden worden. Die Polizei in dem arabischen Staat vermutet laut einem Bericht des schwedischen Rundfunksenders SVT kein Verbrechen.

"Wir haben alle Informationen, wir wissen, was geschah, aber wir werden es nicht an die Öffentlichkeit geben", wurde ein Polizeisprecher am Samstag von SVT zitiert. Er ergänzte, dass nicht nach Verdächtigen gesucht werde. Zwei Autopsien seien vorgenommen worden, eine am Freitag und eine am Samstag, hieß es aus Polizeikreisen.

Tim Bergling, wie Avicii mit bürgerlichem Namen hieß, war am Freitag tot aufgefunden worden, wie seine Sprecherin Ebba Lindqvist mitteilte. "Die Familie ist am Boden zerstört, und wir bitten alle, ihr Bedürfnis nach Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit zu respektieren." Weitere Informationen werde es nicht geben.

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Fans und Musiker weltweit reagierten mit Bestürzung auf die Nachricht. In Stockholm versammelten sich am Samstag Tausende Fans und Musiker, um des Verstorbenen zu gedenken. "So traurig... So tragisch. Auf Wiedersehen, lieber, bezaubernder Tim", schrieb Superstar Madonna.

Der aus Norddeutschland stammende DJ Felix Jaehn ("Cheerleader") schrieb, er wäre ohne Avicii nicht dort, wo er jetzt sei. Dessen Lied "Levels" von 2011 habe ihn dazu gebracht, selbst Musik zu machen. "Ruhe in Frieden", twitterte er. Man werde sich immer an Avicii erinnern. Neben "Wake Me Up" und "Levels" gehörte etwa auch "Hey Brother" zu seinen großen Hits.

David Guetta meinte: "Danke für deine schönen Melodien, die Zeit, die wir im Studio verbracht, gemeinsam als DJs gespielt oder einfach nur das Leben als Freunde genossen haben." Der britische DJ Calvin Harris bezeichnete Avicii ebenfalls auf Twitter als "wunderbare Seele, leidenschaftlich und extrem talentiert".

Der schwedische Prinz Carl Philip und seine Frau, Prinzessin Sofia, erklärten: "Er machte unsere Hochzeit mit seiner fantastischen Musik unvergesslich." Avicii hatte auf der Hochzeitsparty im Juni 2015 gespielt. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven postete auf Instagram: "Er war einer von Schwedens größten Musikern der heutigen Zeit."

Avicii galt als einer der erfolgreichsten Musikmixer der Elektropopbranche. Er arbeitete mit Chris Martin (Coldplay), Jon Bon Jovi, Robbie Williams und Madonna zusammen.

asc/dpa/AFP



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