Rockstar Axl Rose geht auf Donald Trump los

Axl Rose ist sauer auf Donald Trump, weil dieser während des Wahlkampfs Musik von Guns N' Roses spielen lässt. Der Rockstar belässt es nicht bei öffentlicher Kritik, er gibt auch eine klare Wahlempfehlung.

DPA

In den USA stehen Midterm-Wahlen an, die Kandidaten sind gerade im Schlussspurt im Kampf um Wählerstimmen. Und Rockstar Axl Rose leidet darunter, dass die Republikaner während diverser Wahlkampfauftritte Musik seiner Band Guns N' Roses spielen. Per Twitter wies der 56-Jährige jetzt noch einmal drauf hin, dass dies ohne Genehmigung geschehe.

Es gebe jemanden im Weißen Haus, der wenig Achtung vor der Wahrheit, Moral oder Empathie jeder Art habe, twitterte Rose in Anspielung auf US-Präsident Donald Trump. In einer Reihe weiterer Tweets ließ der Frontmann von Guns N' Roses seinem Frust freien Lauf, weil die Republikaner Schlupflöcher suchten, um ohne Genehmigung Musik der Gruppe auf politischen Veranstaltungen zu spielen. Dabei geht es offenbar um den Song "Sweet Child O' Mine" von 1987.

Es sei schon eine Art Ironie, dass Trump-Unterstützer der "Anti-Trump-Musik" zuhörten, spottete der Sänger. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele von ihnen das verstehen oder sich darum scheren." Rose hatte in der vergangenen Woche dazu aufgerufen, bei den Zwischenwahlen am Dienstag für die oppositionellen Demokraten zu stimmen.

Guns N' Roses landeten in den Achtzigern und Neunzigern mit "November Rain", "Sweet Child O' Mine", "Knockin' On Heaven's Door" und "Paradise City" große Hits. Die Musiker um Axl Rose und Gitarrist Slash waren danach lange zerstritten. Die Band trat 2016 erstmals nach 20 Jahren wieder in Original-Formation auf.

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Axl Rose & Co.: "Anti-Trump-Musik"

Auch andere Musiker haben Trump gebeten, keine Songs von ihnen während Wahlkampfveranstaltungen zu spielen. Dazu gehören Steven Tyler von Aerosmith, Twisted Sister sowie Elton John, wie die Nachrichtenseite "The Hill" berichtete.

Zuletzt hatte Country- und Popsängerin Taylor Swift Aufsehen erregt. Die 28-Jährige veröffentlichte klare politische Botschaften, nachdem sie sich zuvor jahrelang mit Äußerungen dieser Art zurückgehalten hatte - vielleicht aus Ahnungslosigkeit, Desinteresse oder schlichtweg Angst um ihre Popularität.

Im Video: Musikstadt Nashville vor den Midterms - "Trump ist ein Verrückter"

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Auf Instagram rief Swift ihre Fans dazu auf, bei den Kongresswahlen in der kommenden Woche ihre Stimmen abzugeben - machte auch keinen Hehl daraus, welche Vertreter welcher Partei aus ihrer Sicht gewählt werden sollten. Swift zeigte ein Foto von sich selbst und ihrer Mutter Andrea vor einem Banner, das für Phil Bredesen wirbt, den Senatskandidaten der Demokraten in Tennessee.

wit/dpa



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