Barack Obama Herrchen der freien Welt

Amerika hat einen neuen Medienstar: Bo Obama, First Welpe im Weißen Haus. Während die Fotos der stolzen Neu-Hundebesitzer um die Welt gehen, fürchtet der Präsident um seinen Schlafplatz. Und den Gemüsegarten seiner Frau.


Washington - "Er mag der Führer der freien Welt sein", schreibt die "New York Times" mit leisem Spott über US-Präsident und Neu-Herrchen Barack Obama, "aber er muss trotzdem mit dem Hund Gassi gehen."

Seit der lang erwartete Zuwachs der Familie Obama ins Weiße Haus Einzug gehalten hat, hat Amerikas Presse ein neues Lieblingsthema: Bo, die "First Welpe".

Als sich die Obamas nun erstmals geschlossen mit ihrem sechs Monaten alten Haustier im Park des präsidialen Wohn- und Amtssitzes zeigte, gingen die Bilder sogleich um die Welt: Bo am Tulpenbeet, Bo mit Obama an der Leine (es könnte auch umgekehrt gewesen sein), Bo mit seinen drei neuen Frauchen Michelle, Malia und Sasha. Als "Bo Peep"-Show bezeichneten kritische Pressevertreter diese Hundeschau.

Gespottet wurde auch, weil Michelle Obama in Bezug auf den Rüden das Pronomen "sie" benutzte": "Mit Verlaub, Bo", schrieb die "New York Times", "aber mit deinen schwarzen Löckchen, den weißen Pfoten und dem frisierten Schwanz siehst du auch echt wie ein Mädchen aus."

Die Aufmerksamkeit, die dem putzigen weißpfötigen Vierbeiner - Rasse: Portugiesischer Wasserhund - entgegengebracht werde, sei berechtigt, sagte der Präsident, als Bo der Presse vorgestellt wurde: "Er ist ein Star, und er hat Starqualitäten."

Eines stellte Obama jedoch unmissverständlich klar: Wo auch immer der Hund schließlich seinen Schlafplatz finden werde - "in meinem Bett jedenfalls nicht."

Auch für Michelle Obamas Gemüsegarten sei nun das Schlimmste zu befürchten, so der Präsident. Hunde dieser Rasse liebten nämlich Tomaten.

pad



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