Petition Benedict Cumberbatch setzt sich für Homosexuelle ein 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 49.000 Männer in Großbritannien wegen ihrer Homosexualität verurteilt - Benedict Cumberbatch spielt im Film "The Imitation Game" einen von ihnen. Und fordert jetzt ihre Rehabilitierung.

Schauspieler Benedict Cumberbatch: Forderung nach Rehabilitierung
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Schauspieler Benedict Cumberbatch: Forderung nach Rehabilitierung


London - Im wahren Leben hat sich Benedict Cumberbatch vor wenigen Monaten mit einer Frau verlobt, in seinem aktuellen Film "The Imitation Game" spielt er einen Homosexuellen: Den britischen Mathematiker Alan Turing, der während des Zweiten Weltkriegs den Enigma-Code der Deutschen knackte - und wegen seiner Homosexualität 1952 verurteilt wurde.

Der britische Schauspieler fordert nun gemeinsam mit Zehntausenden Briten eine nachträgliche Begnadigung von Männern wie Turing, der sich erst einer chemischen Kastration unterzog und sich dann das Leben nahm. Erst 2013 wurde er posthum von Queen Elizabeth II. begnadigt, die anderen Verurteilten aber nicht. Insgesamt wurden nach dem Krieg 49.000 homosexuelle Männer wegen "grober Anstandslosigkeit" verurteilt, schätzungsweise 15.000 von ihnen sind noch am Leben.

Im "Guardian" veröffentlichte Cumberbatch einen offenen Brief, in dem die Regierung aufgefordert wird, "alle Männer, ob lebend oder verstorben", zu begnadigen, die bis zur Legalisierung der Homosexualität 1967 verurteilt wurden. Neben Cumberbatch unterzeichneten auch weitere Prominente diesen Brief; unter anderem der britische Entertainer Stephen Fry und der Regisseur von "The Imitation Game", Morten Tyldum.

In Deutschland wurde Cumberbatch vor allem durch seine Rolle als Sherlock Holmes in der BBC-Serie "Sherlock" bekannt.

eth/afp/dpa



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