Berlins "Walk of Fame" Jedem Star sein Sternchen

Kameralächeln, Händeschütteln, Lobeshymnen: In Berlin ist der "Boulevard der Stars" neu eröffnet worden. 61 Filmgrößen können sich nun über einen Stern am Potsdamer Platz freuen. Einer der Gäste war über 100 Jahre alt - und reiste extra aus London an.

DPA

Berlin - Nein, Berlin ist nicht Hollywood. Aber ein bisschen? Hin und wieder kann auch die deutsche Hauptstadt ein wenig vom Glamour der Traumfabrik für sich beanspruchen. Während die Amerikaner auf ihrem "Walk of Fame" die Größen des Filmgeschäfts ehren, hat Berlin den "Boulevard der Stars": Eine 320 Meter lange Straße am Potsdamer Platz, die wie ein roter Teppich aussieht.

Nach einmonatiger Bauzeit wurde sie nun neu eröffnet. 21 Messingsterne sind hinzugekommen. Damit glänzen insgesamt 61 von ihnen auf dem frisch sanierten roten Boulevard.

Zu den Geehrten gehören jetzt die Schauspieler Til Schweiger, Martina Gedeck und Jutta Hoffmann, die geduldig für die Kameras posierten. Ein besonderer Gast kam extra aus London angereist: die 101 Jahre alte jüdische Schauspielerin Luise Rainer. "Ich bin so glücklich, hier zu sein", sagte die gebürtige Düsseldorferin. Sie hatte 1936 und 1937 den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen.

Zu den 21 Neuzugängen gehören aber auch mehrere verstorbene Persönlichkeiten. Eine fünfköpfige Jury wählte unter anderem Emil Jannings, Ulrich Mühe und Bernd Eichinger aus. "Ich bin sicher, du bist jetzt da, Bernd", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit während der Einweihung. Und erinnerte zugleich daran, dass der Filmproduzent Eichinger häufig in Berlin gearbeitet hatte.

Wowereits persönlicher Lieblingsstern? Die Auswahl falle ihm sehr schwer, sagte der Politiker. Aber es sei wohl der von Marlene Dietrich. Ihr war der erste Stern auf dem "Boulevard der Stars" gewidmet.

aar/dpa/AFP



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insgesamt 29 Beiträge
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stupp 06.09.2011
1. -
Ohje, so ein provinzielles Plagiat des amerikanischen Originals, das auch schon reichlich peinlich ist... Klar, dass da Wowereit nicht weit von sein kann. Da kann ich nur mal wieder sagen: Typisch Berlin!
waldemar.l. 06.09.2011
2. Nur...
Zitat von sysopKameralächeln, Händeschütteln, Lobeshymnen: In Berlin ist der "Boulevard der Stars" neu eröffnet worden. 61 Filmgrößen können*sich nun*über einen*Stern am Potsdamer Platz freuen. Einer der Gäste*war über 100 Jahre alt - und reiste extra aus London an. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,784550,00.html
...die Ideenlosigkeit dieser deutschen Filmindustrie verdient das Copyright, Klassenlos halt.
janne2109 06.09.2011
3. peinlich
dieses Stück Mittelstreifen ist eine der größten Peinlichkeiten der Stadt und als Star würde ich darauf verzichten hier einen Stern zu bekommen. Peinlichkeiten gibt es in Berlin ja leider einige und sicher kann man ebenso darüber streiten, aber dieses Stückchen rot ist wahrhaftig der negativ Knaller der Stadt.
kuddel37 06.09.2011
4. .
Zitat von sysopKameralächeln, Händeschütteln, Lobeshymnen: In Berlin ist der "Boulevard der Stars" neu eröffnet worden. 61 Filmgrößen können*sich nun*über einen*Stern am Potsdamer Platz freuen. Einer der Gäste*war über 100 Jahre alt - und reiste extra aus London an. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,784550,00.html
Wie peinlich, eine billige Kopie des Orginals, so glamoröus wie eine chinesische Plastikrolex.
Dingdong2 06.09.2011
5. Manege frei
für alle Ningler und Nörgler und wenn der Wowi noch vorne weg, dann eh alles blöd! Ich bin auch kein großer Fan von diesem Projekt und klar werden wir Deutschen nur mit Hohn und Spot über die 61 Sterne wandeln und denken "Nein, wie peinlich!" Für einen Touristen aus dem Ausland wird sicherlich ein kleine Attraktion dazukommen und man bedenke bitte die bringen das Geld mit, um aus "Arm aber sexy" evtl. mal "Nicht ganz so Arm, aber immer noch sexy" zu machen!
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