Beyoncés Baby Blaue Stunde

Gestatten: Blue Ivy. Beyoncé und Jay-Z haben Fotos ihrer Tochter veröffentlicht. Mit einem Gruß richtet sich das Paar an die Fans - und bittet um Ruhe. Die haben sie redlich verdient, auch wenn sie selbst für einigen Tumult rund um die Geburt gesorgt hatten.

AP/Ed Burke

New York - Wenn Stars Eltern werden, haben sie etwas zu entscheiden, das für Normalsterbliche eher kein Problem darstellt: Wie groß soll der Empfängerkreis sein, wenn die ersten Fotos des Nachwuchses verschickt werden sollen?

Die riskante Variante ist, nur Freunde und Verwandte teilhaben zu lassen. Das stillt die Neugier von Boulevardmedien und Fans nicht, eine ungewollte Veröffentlichung droht. Die lukrative Variante ist, die Fotos exklusiv an ein Magazin zu verkaufen. Damit kann das Studium des Sprösslings später bezahlt werden, dafür stößt das Geschäft mit dem Baby vielen übel auf.

Die charmante Variante kommt immer mehr in Mode - und für die entschieden sich nun auch Beyoncé und Rapper Jay-Z: Sie veröffentlichten Aufnahmen von Blue Ivy im Internet, frei zugänglich für jedermann. "Wir freuen uns, mit euch unsere Freude zu teilen", schreiben sie auf Tumblr, um sogleich zu erklären, dass es damit nun gut sein muss: "Danke, dass ihr unsere Privatsphäre während dieser schönen Zeit in unserem Leben respektiert."

So waren auch David und Victoria Beckham vorgegangen, als Tochter Harper Seven zur Welt gekommen war: Sie veröffentlichten die ersten Fotos auf Facebook und Twitter. Beyoncé sammelte jedoch noch mehr Pluspunkte, als sie sich einen Monat nach der Geburt in einem engen Kleid zeigte - obwohl sie rund und kurvig aussah, wie frisch gebackene Mütter nun einmal sind. Das freut die Durchschnittsmutter, kommen Stars wie Victoria Beckham oder Heidi Klum doch gern aus dem Krankenhaus, als hätten sie einen Zwischenstopp im Fitnessstudio gemacht.

Blue Ivy ist das erste Kind von Beyoncé und Jay-Z. Vielleicht dachten sie auch, Sympathien wiedergewinnen zu müssen: Sie hatten für die Geburt ein gesamtes Stockwerk des Lenox Hill Krankenhauses in New York gemietet, andere Eltern beschwerten sich. Die Bodyguards sollen einen Vater etwa daran gehindert haben, seine Zwillinge zu besuchen.

Ein wenig Wiedergutmachung war also angesagt. Und dazu gehörte auch, dass die beiden Geschenke, die sie zur Geburt bekamen, für wohltätige Zwecke spendeten.

bim

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