Toronto - Eines kann man Charlie Sheen nicht vorwerfen: Dass er es nicht immer wieder schafft, das Publikum zu überrumpeln, so wie bei seinem jüngsten Auftritt in Toronto. Sein Bühnenprogramm "My Violent Torpedo of Truth" endete mit einer äußerst seltsamen Note. Sheen bat einen weiblichen Fan auf die Bühne. Die Frau hatte in einer Urne die Asche ihres verstorbenen Mannes dabei.
Sie hatte sich per Facebook an Sheen gewandt. Nach dem Tod ihres Mannes hätten die DVDs der Erfolgsserie "Two and a Half Men", bei der Sheen gefeuert worden war, ihr in der Zeit der Trauer geholfen. Ihr Anliegen: Sheen möge auf das Wohl des Verstorbenen trinken. Diesem Wunsch kam der Schauspieler nur zu gerne nach - allerdings mit alkoholfreiem Apfelwein.
Und dann war die Show vorbei - sehr zur Verwunderung des Publikums. "Was zum Teufel war denn das?", fragte ein Zuschauer. "Ich wusste nicht, was während der Show vor sich ging, und dann hört es so auf?"
Es war das bizarre Ende einer Show, die in typischer Sheen-Manier schon äußerst seltsam begonnen hatte. Nach dem Abspielen einiger wild zusammengewürfelter Szenen aus "Der weiße Hai", "Platoon" und "Wall Street" war Sheen auf die Bühne getreten.
"Lassen Sie mich damit beginnen, dass es hier keinen Aschenbecher gibt", sagte er. Toronto könnte die erste Stadt sein, in der er keine Zigarette brauche, so Sheen - und zog dann doch eine aus der Tasche. Allerdings eine elektrische, um die strengen Rauchvorschriften Torontos zu umgehen. Kanadische Behörden hatten den Kettenraucher vor dem Verbot gewarnt. Auf vergangenen Tourstopps hatte sich Sheen eine Zigarette nach der anderen angesteckt.
Massey Hall, wo Sheen auftrat, hatte nach Angaben der Web-Seite tmz.com damit gedroht, Sheens Show zu beenden, falls er rauche. Hintergrund: Dem Hallenbetreiber hätten bis zu 100.000 kanadische Dollar Strafe gedroht.
ulz/AP
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