Blink-182 Drummer sagt Tour ab - wegen Flugangst

Travis Barker hat ein Problem: Zwar möchte er gern mit seinen Kumpels von der Punkrockband Blink-182 in Australien auftreten. Leider hat er aber seit einem fatalen Crash panische Angst vorm Fliegen. Und würde in Zukunft lieber per Schiff anreisen.

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Los Angeles - Sie sind harte Jungs, die für ihre Videos schon mal nackt durch die Gegend laufen und dabei irritierende Ghettoblaster-Tattoos zur Schau tragen. Nach jahrelanger Auszeit und großem Hickhack um eine Wiedervereinigung gab die Band Blink-182 im Jahr 2009 an, wieder zusammen spielen und auftreten zu wollen.

Für 2013 ist eine große Australien-Tour geplant - doch Schlagzeuger Travis Barker weigert sich, an den Konzerten teilzunehmen. "Es tut mir leid, mitzuteilen, dass ich Blink-182 nicht auf dieser Australien-Tour begleiten werde", verkündete der Musiker auf Facebook. Grund ist seine Flugangst, unter der er leidet, seit er selbst Zeuge eines Unglücks wurde. Er habe die schrecklichen Ereignisse während seines letzten Flugs noch immer nicht überwunden, ließ er seine Fans wissen.

Im September 2008 war Barker bei einem Crash in Columbia im US-Bundesstaat South Carolina schwer verletzt worden. Der Drummer war in Begleitung von Adam Goldstein alias DJ AM auf dem Nachhauseweg von einem Konzert. Doch schon beim Start hatte der Learjet offenbar Probleme, es soll zu Funkenflug gekommen sein. Die Pilotin soll noch versucht haben, die Maschine zum Stehen zu bringen, doch das Flugzeug schoss über die Startbahn hinaus und fing Feuer.

Während es Barker und Goldstein gelang, sich aus dem brennenden Wrack zu befreien, starben die übrigen Passagiere, Barkers Assistent Chris Baker, sein Leibwächter Charles Still sowie die Pilotin und der Co-Pilot. Barker und Goldstein erlitten schwere Verbrennungen.

"Ich habe der Band meinen Segen gegeben, einen anderen Schlagzeuger zu nehmen, wenn sie die Tour auch ohne mich machen möchten", schrieb Barker nun nach seiner Tourabsage. Er hoffe, eines Tages wieder nach Australien zu reisen - dann vielleicht mit dem Schiff. Die Band teilte via Facebook mit, Barker werde auf der Tour vertreten von Brooks Wackerman von der US-Punkband Bad Religion.

ala/Reuters



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