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Rugby-Spiel in Japan: Londons Bürgermeister rennt Kind um

Londons Bürgermeister: Voller Einsatz beim Rugby Fotos
REUTERS

Boris Johnson gilt als überschwänglich, auch auf dem Spielfeld. Das hat Londons Bürgermeister bei einem Rugby-Spiel mit Kindern eindrucksvoll bewiesen: Ohne Rücksicht auf Verluste rannte er einen Jungen um - der nahm es relativ gelassen.

Rugby scheint der Sport von Boris Johnson zu sein, zumindest wenn man danach geht, wie eifrig Londons Bürgermeister bei einem Spiel mit Schulkindern auf den Straßen Tokios bei der Sache war. Vor den Augen zahlreicher Zuschauer wirbelte er bei einem Besuch in der japanischen Hauptstadt über das Feld - wohlgemerkt in Hemd, Anzughose und Krawatte - und war dabei offenbar so von Sinnen, dass er einen kleinen Jungen einfach umrannte.

Beide gingen für einen Moment zu Boden, standen dann aber schnell wieder auf. Weder Johnson noch der zehn Jahre alte Toki Sekiguchi verletzten sich bei dem Zusammenstoß, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Demnach entschuldigte sich der Politiker sofort bei dem Jungen und gab ihm die Hand: "Es tut mir so leid."

Sekiguchi wirkte nach dem Vorfall eingeschüchtert, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Er habe sich "etwas weh getan", aber es sei "spaßig" gewesen, den Bürgermeister zu treffen, sagte er. Johnson, der zurzeit auf dreitägigem Japan-Besuch ist, schenkte ihm zum Trost einen Rugby-Ball.

Der Mann mit der blonden Sturmfrisur präsentiert sich nicht selten als Anti-Politiker, er gilt als ungewöhnlich locker, exzentrisch, etwas verrückt. Dass er wahrlich kein Meister der Selbstbeherrschung ist, zeigt ein Video, das im Juni durch die Medien ging: Johnson fuhr auf einem Fahrrad durch London, geriet in einen Streit mit einem Taxifahrer und rief diesem schließlich zu: "Fuck off and die!"

Was sich jetzt in Tokio abspielte, ereignete sich in ähnlicher Form schon einmal in London: Johnson nahm vor gut einem Jahr an einem Fußballspiel mit Kindern teil und traf in einer Szene statt des Balls das Bein eines 9-jährigen Jungen. Dieser stolperte und fiel kurz zu Boden - blieb aber wie sein japanischer Leidensgenosse unverletzt.

kis/AP

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