Befürworter von laxen Gesetzen Brad Pitt fühlt sich ohne Waffe nicht sicher

Im Kindergarten bekam er sein erstes Luftgewehr, in der ersten Klasse eine Schrotflinte und mit acht Jahren eine Pistole: Brad Pitt outet sich in einem Interview als Waffennarr. Er fühle sich sonst nicht sicher - daran könnten auch Anschläge wie das Attentat von Aurora nichts ändern.

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Hamburg - Hollywood-Star Brad Pitt lebt ein unkonventionelles Leben, doch wenn es um Waffen geht, wird der Schauspieler patriotisch und typisch amerikanisch: "Amerika wurde mit Waffen aufgebaut. Es liegt in unserer DNA", sagte er in einem Interview mit der "Daily Mail". Es sei merkwürdig, aber er fühle sich besser mit Waffe.

"Ich fühle mich nicht sicher, und ich habe auch das Gefühl, das Haus sei nicht sicher, wenn ich nicht irgendwo eine Waffe versteckt habe. So denke ich, ob es richtig oder falsch ist", sagte Pitt. Im Kindergartenalter bekam er sein erstes Luftgewehr, in der ersten Klasse eine Schrotflinte und mit acht Jahren eine Pistole, so Pitt gegenüber der Zeitung. Und dabei sei er in einer "ziemlich vernünftigen Umgebung" aufgewachsen.

So ist Pitt offenbar nicht der Meinung, dass die laxen Waffengesetze in den USA verschärft werden sollten. Auch gegenüber Gewalt in Filmen habe er nichts einzuwenden: "Wir leben in einer gewalttätigen Welt. Man sollte aus meiner Sicht nicht versuchen, das zu verschleiern", sagte Pitt. Auch das Attentat von Aurora habe an seiner Meinung nichts geändert. Ideen zu unterdrücken oder Bücher zu verbrennen, sei keine Lösung.

Im vergangenen Herbst hatte Pitt bereits Ärger wegen Waffen: Für einen Film, den Pitt produzierte, sollten unter anderem funktionsfähige Sturmgewehre als Requisiten dienen. Doch ein Kommando der ungarischen Anti-Terror-Einheit beschlagnahmte die Waffen am Flughafen Budapest.

Pitt, 48, und seine Verlobte Angelina Jolie haben sechs Kinder. Er verbringe viel Zeit seines Tages damit, sich zu überlegen, wie er seine Kinder großzieht, was er ihnen weitergeben möchte, und welche Möglichkeiten er ihnen eröffnen will, sagte Pitt. Zu seiner geplanten Hochzeit mit Jolie gab Pitt bekannt, sie würden gern warten, bis alle - auch homosexuelle Paare - heiraten dürften. Im Oktober entscheidet das oberste Gericht der USA über einen entsprechenden Gesetzentwurf.

lgr

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tomkey 10.09.2012
1. Glaubwürdigkeit sieht anders aus
Es ist schon komisch, wie die sogenannten Stars im Privatem ticken. Der eine spielt gern mit Waffen, der andere unterhält sich mit einem leeren Stuhl, eine andere adoptiert sich eine Familie zusammen. All das soziale Geschwafel, die Spenden oder das Gutmenschentum vieler Promis ist doch nur leeres Geschwätz.
lensenpensen 10.09.2012
2. Und? Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung...
Zitat von sysopGetty ImagesIm Kindergarten bekam er sein erstes Luftgewehr, in der ersten Klasse eine Schrotflinte und mit acht Jahren eine Pistole: Brad Pitt outet sich in einem Interview als Waffennarr. Er fühle sich sonst nicht sicher - daran könnten auch Anschläge wie das Attentat von Aurora nichts ändern. Brad Pitt fühlt sich ohne Waffe unsicher - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,855038,00.html)
Und "die Amerikaner" warten bestimmt nicht auf "uns Deutsche", damit wir sie mit unserer Meinung zu Waffen beglücken. Allerdings stellt sich mir auch die Frage, warum ein ähnlich ausgestaltetes Waffenrecht in Kanada nicht zur gleichen Waffenkriminalität führt. Aber egal, nicht mein/unser Bier, dass muss die amerikanische Bevölkerung im Diskurs selber klären.
Jean P. v. Freyhein 10.09.2012
3.
Zitat von lensenpensenUnd "die Amerikaner" warten bestimmt nicht auf "uns Deutsche", damit wir sie mit unserer Meinung zu Waffen beglücken. Allerdings stellt sich mir auch die Frage, warum ein ähnlich ausgestaltetes Waffenrecht in Kanada nicht zur gleichen Waffenkriminalität führt. Aber egal, nicht mein/unser Bier, dass muss die amerikanische Bevölkerung im Diskurs selber klären.
Ja, irgendwie sollten wir da auch anfangen vor der eigenen Haustür zu kehren. Trotz unserer Waffengesetzt in Deutschland haben wir dann doch in Europa vergleichweise auch ein Problem durch Schusswaffenanwendungen. Weit mehr als z.B. Großbritannien und fast das Niveau von Kanada. Link auf eine Statistik: Waffenrecht (Vereinigte Staaten) (http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenrecht_%28Vereinigte_Staaten%29#Statistik) Aber es ist halt bequem nur auf die USA zu zeigen.
targin88 10.09.2012
4.
Zitat von sysopGetty ImagesIm Kindergarten bekam er sein erstes Luftgewehr, in der ersten Klasse eine Schrotflinte und mit acht Jahren eine Pistole: Brad Pitt outet sich in einem Interview als Waffennarr. Er fühle sich sonst nicht sicher - daran könnten auch Anschläge wie das Attentat von Aurora nichts ändern. Brad Pitt fühlt sich ohne Waffe unsicher - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,855038,00.html)
warndtbewohner 10.09.2012
5. Nun
wir sollten auch über eine Lockerung unserer Waffengesetze nachdenken. Unbescholtene Bürger sollten die Freiheit des Waffenbesitzes eingeräumt bekommen. Im Waffenrecht zeigt sich wie sehr ein Staat freiheitlich handelt..
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