Pitt über Kampf gegen Drogen in den USA "Es ist eine Farce"

Mit scharfen Worten hat Brad Pitt das Vorgehen der Polizei im Kampf gegen Drogen kritisiert. Der Hollywood-Star steht als Produzent hinter einer Dokumentation, die sich dem Thema widmet. Die Strategien der Sicherheitsbehörden seien schlecht und sinnlos, so Pitt.

dapd

Los Angeles - Brad Pitt und Angelina Jolie sind dafür bekannt, sich stark für wohltätige und soziale Belange einzusetzen. Nun will der Hollywood-Star mit seiner Prominenz auf ein weiteres Problem aufmerksam machen: Amerikas Versagen im Kampf gegen Drogen - so sieht es zumindest Pitt.

Der 48-Jährige steht als Produzent hinter der preisgekrönten Dokumentation "The House I Live In", die nun in den US-Kinos gezeigt wird. Obwohl die US-Sicherheitsbehörden seit 40 Jahren den Drogenhandel bekämpften, seien Drogen heute billiger, reiner und leichter zugänglich als je zuvor, heißt es auf der Homepage der Filmmacher.

Vor einer Vorführung am Samstag in Los Angeles machte Pitt seinem Ärger über die Situation Luft. Er wisse, dass er ein privilegiertes Leben habe und nicht für die Betroffenen sprechen könne, so Pitt. Aber er wisse auch von den Leiden der Menschen wegen des Kampfes gegen Drogen. "Es ist eine Farce", sagte Pitt. Die Strategie der Sicherheitsbehörden sei schlecht und sinnlos. "Es ist ein Teufelskreis. Man macht eine Festnahme, der Profit steigt, mehr Leute wollen mitverdienen."

Für ihn, so Pitt, sei es keine Frage: "Wir müssen unser Vorgehen überdenken. Und wir müssen es jetzt tun."

"The House I Live In" wurde in mehr als 20 US-Bundesstaaten gedreht. Zahlreiche Betroffene kommen zu Wort, darunter ein Dealer, ein Drogenfahnder, ein Häftling, ein Richter, eine trauernde Mutter, ein Senator. Die "Los Angeles Times" bezeichnet die Dokumention als "eines der wichtigsten nicht fiktionalen Werke seit Jahren".

hut/Reuters

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