Britisches Königshaus Eine Reise, 360.000 Pfund

Die Royals haben zuletzt rund 76 Millionen Pfund vom Staat erhalten. Das Geld ging für Reisen drauf - und Renovierungen. Die Königsfamilie muss sogar einen Flügel des Buckingham Palastes räumen.

Prinz Charles und Herzogin Camilla in Neu Delhi, Indien (Archiv)
REUTERS

Prinz Charles und Herzogin Camilla in Neu Delhi, Indien (Archiv)


Die britische Regierung hat im vergangenen Jahr knapp 76 Millionen Pfund für den Unterhalt der Monarchie gezahlt. Umgerechnet bekam die Königsfamilie also rund 86 Millionen Euro. Laut "BBC" sind das 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Zuwachs geht demnach vor allem auf die Renovierungen am Buckingham Palast zurück, der offiziellen Residenz von Königin Elizabeth II. Die Familie muss wegen der Arbeiten den Ostflügel des Gebäudes räumen, da Kabel und Heizungen erneuert werden müssen.

Jedes Jahr bekommt die Königsfamilie vom Staat einen Teil dessen überwiesen, was das Krongut ("Crown Estate") erwirtschaftet. Dahinter verbirgt sich ein milliardenschweres Wirtschaftsimperium, zu dem Ländereien, Wälder, Windparks, Lachsfarmen, Einkaufszentren und Immobilien in bester Lage gehören. Die Gewinne fließen an das Finanzministerium.

Aber nicht alle Gewinne: Die sogenannte "Königinnenabgabe" ("Sovereign Grant") entsprach diesmal 25 Prozent der Überschüsse. Zuvor waren es 15 Prozent, doch der Anteil wurde 2016 erhöht, wegen der aufwendigen Arbeiten am Buckingham Palast.

Prinz Edward muss umziehen

Der Umzug wird die Queen und ihren Mann Prinz Philipp nicht betreffen. Sie residieren im Nordflügel das Baus. Doch Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward müssen ihre Büros verlassen. Außerdem müssen 120 Angestellte umziehen und rund 10.000 Gegenstände umgeräumt werden, darunter Gemälde und andere Kunstwerke.

Mit der "Königinnenabgabe" werden neben Renovierungen auch die mehr als 400 Angestellten der königlichen Familie bezahlt. Und Reisen: Am teuersten war ein Besuch von Prinz Charles und seiner Frau Herzogin Camilla. Sie reisten stellvertretend für das britische Königshaus nach Indien, Malaysia, Singapur und Brunei. Mehr als 360.000 Pfund, also fast 400.000 Euro, kostete die Reise.

jpz/Reuters

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