Opfer des Trinkwasserskandals Bruno Mars spendet eine Million Dollar an Hilfsorganisation in Flint

Probleme mit dem Trinkwasser bescherten der US-Stadt Flint 2016 weltweit Schlagzeilen. Der Musiker Bruno Mars hat angekündigt, eine Million Dollar an eine lokale Hilfsorganisation zu spenden.

Musiker Bruno Mars
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Bruno Mars sichert den Betroffenen des Trinkwasserskandals in der Industriestadt Flint Unterstützung zu. Bei einem Konzert im US-Bundesstaat Michigan kündigte der Musiker an, den Menschen dort eine Million Dollar spenden zu wollen.

Sein Tourenveranstalter Live Nation und er wollen das Geld an eine Charity-Organisation namens Community Foundation Greater Flint geben, heißt es. Mars war am Samstag in Auburn Hills aufgetreten, rund 50 Kilometer von Detroit entfernt.

Die Stadt Flint war weltweit in den Schlagzeilen aufgetaucht, weil sie Geld sparen wollte und dafür ab dem Frühjahr 2014 ihr Trinkwasser nicht mehr aus dem nahe gelegenen Detroit, sondern aus einem durch die Autoindustrie verseuchten Fluss bezog, dem Flint River.

Die Wasseraufbereitungsanlage des Ortes konnte dessen Wasser jedoch nicht entsprechend den Trinkwasservorschriften aufbereiten. Infolgedessen löste das Wasser Blei aus alten Leitungen, viele Bürger wurden krank. Auch mehrere Todesfälle werden mit der Wasser-Umstellung in Verbindung gebracht. Anderthalb Jahre vergingen, bis die Stadtverwaltung die knapp 100.000 Einwohner über die Gefahren aufklärte. Für Kinder ist Blei besonders schädlich, es kann ihr Gehirn dauerhaft schädigen.

Bruno Mars sagte nun in einer Stellungnahme, er danke dem Publikum aus Michigan, dass es ihn in dieser Sache unterstütze. Es sei wichtig, dass "wir unsere Brüder und Schwester, die diese Katastrophe betrifft, nicht vergessen". Geboren und aufgewachsen ist Mars selbst in Hawaii.

mbö/AP



insgesamt 7 Beiträge
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steve72 13.08.2017
1.
Traurig das Bürger spenden müssen für Infrastruktur die der Öffentlichkeit gehört und privatisiert wurde um Profit zu generieren. Armes Land.
PaulchenGB 13.08.2017
2. Überschrift: Mars spendet ... Untertitel: Mars kündigt an zu spenden
dann hoffe ich doch mal, dass der SPIEGEL an dieser für Mars werbewirksamen Stellungnahme dranbleibt und irgendwann einmal VOLLZUG melden kann. Das Wort allein zählt überhaupt nichts, wenn nicht das Scheckbuch gezückt wird.
dr. kaos 13.08.2017
3. Grammatik?
...kündigt an... hat mein Vorredner schon moniert. Eine MillionEN Dollar? Was ist das denn? Es heißt eine Million Dollar. Man sagt ja auch nicht eine Dutzende Eier wenn man zwölf Stück meint. Das Nivea hier wird immer unterirdischer.
vhn 13.08.2017
4. Öffentlichkeit
Muss man sowas groß in der Öffentlichkeit breit treten? Falls er es denn wirklich durchzieht. Für's Marketing auf jeden Fall super..
kalim.karemi 13.08.2017
5. Noch glücklicher wäre die spon Redaktion
Könnte sie vermelden, dass Bruno für Flüchtlinge im Mittelmeer spendet.
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