Mitgründer des Burning-Man-Festivals Larry Harvey ist tot

Menschen sollen ihre Freiheit ausleben können, das war Larry Harveys Credo - und das Burning-Man-Festival in der Wüste von Nevada der Ort dafür. Jetzt ist der Mitgründer des Kult-Events gestorben.

Larry Harvey auf dem Burning-Man-Festival
AP/ John Curley

Larry Harvey auf dem Burning-Man-Festival


Larry Harvey, Mitbegründer des berühmten Burning-Man-Festivals, starb am Samstag im Alter von 70 Jahren in seinem Haus in San Francisco, wie die Veranstalter des Festivals mitteilten. Harvey hatte Anfang April einen schweren Schlaganfall erlitten, an dessen Folgen er nun starb.

Das alternative Burning-Man-Festival nahm 1986 seinen Ursprung, als Harvey zusammen mit einigen Freunden an einem Strand in San Francisco eine riesige Holzfigur verbrannte. Inzwischen zieht es alljährlich Zehntausende Menschen an.

Die Teilnehmer errichten eine Stadt in der Black Rock Desert in Nevada, es gibt Kunstaktionen und Konzerte. Am Ende des mehrtägigen Festivals wird immer noch eine riesige

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Kult-Event in Nevadas Wüste: Der "Burning Man"

Holzfigur verbrannt. Das Festival fand zuletzt im August 2017 statt, rund 70.000 Menschen nahmen teil.

Das Festival hat den Anspruch, ökologische und soziale Wertvorstellungen zu leben. Alle sollen ihre Persönlichkeit und Freiheit ausleben können. Die günstigsten Tickets kosten 425 Dollar, die teuersten 1200 Dollar. Außerdem sind die Kontingente begrenzt. Daher wird Kritik laut, ob das Festival dem eigenen Anspruch noch gerecht werde.

Harvey sei "ein Visionär, ein Vordenker, ein Philosoph und ein leidenschaftlicher Fürsprecher für die Kultur und die Prinzipien" des Festivals gewesen, erklärten die Veranstalter. "Die Welt hat einen großartigen Menschen verloren."

hej/AFP



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