Gesundheitliche Probleme Mond-Pionier Buzz Aldrin vom Südpol ausgeflogen

Mit Neil Armstrong schrieb er 1969 Geschichte: Buzz Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond, hat eine Reise zum Südpol abgebrochen. Zuvor hatte sich der Gesundheitszustand des 86-Jährigen verschlechtert.

Ex-Astronaut Buzz Aldrin (Anfang November)
DPA

Ex-Astronaut Buzz Aldrin (Anfang November)


Buzz Aldrin ist wegen einer Erkrankung von einer Südpolexpedition ausgeflogen worden. Der Zustand des 86-Jährigen sei stabil, teilte der Reiseveranstalter White Desert Tour mit. Aldrin, der 1969 als zweiter Mensch den Mond betreten hatte, war Teil einer größeren Gruppe. Sein Zustand habe sich während der Reise verschlechtert, er werde nun von Ärzten betreut.

Der Evakuierungsflug wurde demnach von der National Science Foundation bereitgestellt. Der Flug des Ex-Astronauten sei von der Amundsen-Scott-Station aus an die McMurdo-Station an die Küste der Antarktis geplant gewesen, teilte die US-Regierungseinrichtung mit. Von dort aus solle Aldrin weiter nach Neuseeland gebracht werden.

Buzz Aldrin war Mitglied der Drei-Mann-Mission "Apollo 11" und hatte als Pilot der Mondfähre am 20. Juli 1969 nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betreten. Von Armstrongs Mondbesuch gibt es kaum Bilder, weil dieser selbst den Auftrag hatte zu fotografieren. Die meisten ikonisch gewordenen Fotos eines weiß gekleideten Astronauten mit verspiegeltem Helm zeigen Aldrin.

Im Gegensatz zu seinem öffentlichkeitsscheuen Raumfahrtkollegen hatte sich Aldrin immer wieder auf Shows gezeigt und war sogar in Fernsehserien zu sehen. Heute lebt er in Kalifornien, hält Vorträge über Raumfahrt und berät Filmproduktionen. Aldrin hatte sich 2011 nach 23 Jahren Ehe von seiner Frau scheiden lassen, das Paar hatte keine gemeinsamen Kinder.

mxw/dpa



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