Filmfestival in Cannes Schwarze Schauspielerinnen setzen Zeichen gegen Rassismus

"Schwarz zu sein, ist nicht mein Beruf" - 16 Schauspielerinnen haben in Cannes auf Diskriminierung in der Filmbranche aufmerksam gemacht.

REUTERS

16 schwarze Schauspielerinnen stehen auf dem roten Teppich und strecken kämpferisch ihre Fäuste in die Höhe: Beim Filmfestival in Cannes haben sie gemeinsam gegen Rassismus protestiert. Die Frauen machten so auf die Unterrepräsentation von Schwarzen im französischen Film aufmerksam.

Wenige Tage zuvor hatten in Cannes bereits mehr als 80 Frauen aus der Filmbranche einen Appell für die Gleichbehandlung der Geschlechter gestartet. "Ich wurde von der Stimmung angesteckt", sagte die Schauspielerin Aïssa Maïga, die im Senegal geboren wurde.

Die Schauspielerinnen stellten auch ein gemeinsames Buch zum Thema vor: "Noire n'est pas mon métier" ("Schwarz zu sein, ist nicht mein Beruf"). In dem Buch berichten Frauen von ihren Erfahrungen mit Diskriminierung in Frankreichs Filmbranche.

Nadège Beausson-Diagne, die in dem französischen Erfolgsfilm "Willkommen bei den Sch'tis" mitspielte, berichtet in dem Buch etwa, sie sei gefragt worden: "Sprechen Sie Afrikanisch?" Außerdem habe sie zu hören bekommen, "für eine Schwarze" sei sie wirklich intelligent. "Du hättest weiß sein sollen", wurde ihr demnach gesagt.

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Spot on: Protest auf dem roten Teppich

Die Schauspielerinnen setzten auch mit ihrer Kleidung Zeichen: Sie trugen Stücke des schwarzen Designers Olivier Rousteing, der sich für Vielfalt in der Mode einsetzt.

bbr/AFP



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