Doku-Serie zu Missbrauchsvorwürfen Cara Delevingne kritisiert R. Kelly und verliert 50.000 Follower

Das Model Cara Delevingne hat sich auf Instagram zu der Doku "Surviving R. Kelly" geäußert und den Sänger kritisiert. Viele ihrer Fans waren davon offenbar nicht begeistert: 50.000 Follower sollen ihr prompt entfolgt sein.

Cara Delevingne
AFP

Cara Delevingne


John Legend und Lady Gaga haben sich bereits öffentlich geäußert, nun hat Model Cara Delevingne auf ihrem Instagram-Account R. Kelly wegen der Missbrauchsvorwürfe gegen ihn kritisiert. Das soll sich ihr zufolge auf die Zahl ihrer Follower ausgewirkt haben: Zehntausende User sind ihr offenbar entfolgt.

Delevingne hatte sich dem Post zufolge die Dokumentation "Surviving R. Kelly" angesehen. In sechs einstündigen Folgen berichten verschiedene Frauen davon, wie sie von dem R&B-Sänger systematisch unterdrückt und sexuell missbraucht wurden.

Die Vorwürfe sind zum Teil schon Jahrzehnte bekannt. Zahlreiche Frauen beschuldigen den 52-Jährigen, sie sexuell oder emotional missbraucht zu haben, teils schon im Teenageralter.

Die Staatsanwaltschaften in verschiedenen US-Bundesstaaten prüfen derzeit Anschuldigungen gegen den Sänger. Kelly streitet die Vorwürfe ab und wirft seinen Kritikern eine Rufmord-Kampagne vor.

Delevingne hat in ihrem Post den mutmaßlichen Opfern und deren Familien ihr Mitgefühl ausgesprochen.

Obwohl sie von den Vorwürfen gewusst habe, hätte sie bisher seine Musik trotzdem weitergehört. Die Kunst solle aber nicht unabhängig vom Künstler betrachtet werden. "Auch wenn er wie ein Engel singt, heißt das nicht, dass er einer ist. Sie hoffe nun, dass mehr Musiker gegen ihn aufstünden.

Doch das Resultat war offenbar anders, als von der 26-Jährigen erwartet: In einem zweiten Post einen Tag später berichtet Delevingne, dass sie 50.000 Follower auf ihrem Instagram-Account verloren habe. Jedes Mal wenn sie etwas Ehrliches sage, etwas, an das sie wirklich glaube, aber andere für kontrovers halten könnten, verliere sie Follower.

"Es wurde mir immer beigebracht, Konfrontationen um jeden Preis zu vermeiden, wodurch ich die meiste Zeit meines Lebens zum Schweigen gebracht wurde." Das werde sie nicht länger mitmachen.

John Legend hatte deutlich Stellung zu der Dokumentation bezogen: In der Serie sagte er: "Time's up for R. Kelly."

Vergangene Woche hatte er sich zusätzlich auf Twitter geäußert. Er schrieb an die Kollegen gerichtet, die von einem Auftritt in der Doku womöglich Nachteile befürchteten: "Ich glaube diesen Frauen und werde verdammt noch mal nicht einen Serien-Kindervergewaltiger verteidigen. Einfache Entscheidung."

Auch Lady Gaga hatte auf Twitter für die Zusammenarbeit mit R. Kelly und ihrem "schwachen Urteilsvermögen" um Entschuldigung gebeten.

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